Read Narren und Sterbliche by Bernard Cornwell Online

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Der Winter 1595 ist kalt Das macht auch den Mitgliedern der Theatertruppe von William Shakespeare zu schaffen, einer von vielen in London Die Stadt ist seit lngerem vom Theaterfieber ergriffen, neu entstandene Schauspielhuser vor den Toren der Stadt fassen Tausende Zuschauer, die sich mit Bhnenstcken, Tanz, Zoten und dressierten Bren unterhalten lassen Halbseidenes Gesindel sind diese Schauspieler in den Augen der puritanischen Obrigkeit, die alle Bhnen verbieten will Aber viele im Hochadel lieben das Theater, und auch die Knigin tut es.Zur Hochzeit einer hochgestellten Dame soll die Truppe ein neues Stck auf die Bhne bringen, eine Komdie mit dem Titel Der Sommernachtstraum Mit von der Partie Richard, William Shakespeares jngerer Bruder, vom lteren wenig geliebt und auf der Bhne nur in Frauenrollen geduldet.Dann geschieht eine Katastrophe Ein konkurrierendes Schauspielhaus lsst das Stck stehlen Aber Richard wei, wie die Urauffhrung zu retten ist Er wird das Stck zurckstehlen und damit William dazu bringen, ihn endlich zu respektieren, ihm endlich eine Mnnerrolle zu geben und dann fehlt ihm zu seinem Glck nur noch die Hand der schnen Silvia Ein ungeheuer spannender und farbiger historischer Roman ber Eifersucht, Verrat, Liebe und die Kunst, wie ihn nur Bernard Cornwell schreiben kann....

Title : Narren und Sterbliche
Author :
Rating :
ISBN : B077JL5L89
ISBN13 : -
Format Type : Hardback
Language : Deutsch
Publisher : Rowohlt E Book Auflage 1 24 Juli 2018
Number of Pages : 463 Pages
File Size : 873 KB
Status : Available For Download
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Narren und Sterbliche Reviews

  • SharonBaker
    2019-04-21 18:58

    Das Leben in London als Bühnendarsteller ist nicht leicht, erst recht nicht im Jahre 1595 und unter der Fuchtel des eigenen Bruders. Richard Shakespeare ist verbannt, immer die Frauen in den Stücken zu spielen und sehnt sich doch so sehr nach einer Männerrolle. Dann herrscht auch noch ein kalter Winter vor und die Spielsaison ist erst mal auf Eis gelegt und die Münzen in den Taschen wachsen nicht nach. Wie gut, das man ein Stück für eine Hochzeit wenigstens proben kann und das im warmen. So macht sich die Gruppe mit dem neusten Stück aus der Feder von William Shakespeare bekannt und lässt so manchen Darsteller verzweifeln. Da London gerade im Theaterfieber schwelgt und die Konkurrenz nicht schläft, ist sogar das Stück in Gefahr. Wer hat da böse Absichten? Wem muss sich die Theatergruppe entgegenstellen? Wird Richard seine Männerrolle bekommen? Und kann er seinen Bruder endlich von sich überzeugen?Ich lese viel zu selten historische Romane, da diese oft schwer und langatmig sind, dass dies nicht bei allen zutrifft, hat mir wiedermal Bernard Cornwell gezeigt. Für mich war es nicht das erste Buch von ihm, denn er konnte mich schon von seinem Krieger Uhtred überzeugen. Aber als ich gesehen hatte, dass es um Shakespeare geht und dann auch noch um das Stück „Der Sommernachtstraum“ bin ich förmlich erblüht vor Freude. Ob ich diese Freude auch mit dem Buch hatte, erzähle ich euch nun.Als Erstes stelle ich euch den armen Tropf Richard Shakespeare vor. Ich muss gestehen, dass ich nicht unbedingt mit ihm als Hauptfigur gerechnet hatte, ja es steht im Klappentext, aber so richtig begriffen habe ich es erst beim Beginn des Buches. Aber ehrlich, ich finde, das ist ein gut gewählter Schachzug und lässt viel Spiel für Fantasie und Fiktion. Richard ist ein armer Kerl, der Familie Last, in eine Lehre gegeben, die nach hinten losging, dann ist er nach London zu seinem Bruder getürmt, der ihn aber auch eher abgeschoben hat, als gekümmert. So ist er in Zwielichtigen Gesellschaft groß geworden und hat das Theaterhandwerk gelernt. Nun fristet er sein Dasein in der Gruppe seines Bruders und muss die älteren Damen spielen. Mit ziemlichem Frust und keiner Anerkennung schmollt er vor sich hin und hat Angst vor der Zukunft. Aber Richard ist nicht Richard, wenn er nicht doch irgendwie ins Fettnäpfchen treten kann. Ich mach es kurz, ich liebe diesen jungen Mann. Richard ist ein unglaublicher Held, arm wie eine Kirchenmaus, aber immer bedacht zu leben. Er nimmt seine Umwelt gut wahr und hat eine tolle Auffassungsgabe. Vom Bruder als Dieb gehalten, ist er doch eher der liebe Gutmütige, mit dem gewissen Schalk in den Augen und ihn zu begleiten war ein absoluter Genuss.Bernard Cornwell erschafft nicht nur das London zu der Zeit vom Shakespeare, nein, er lässt auch so richtig das Theaterherz aufblühen. Wir erleben die Zeit hautnah mit und stehen mit auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Was für ein farbiger und atmosphärischer Wirbel aus Theaterstücken und Lebensbewältigung. Es ist so aufregend gewesen, zu einem Richard kennenzulernen, der sich mit Zukunftssorgen rumplagt und um Anerkennung kämpft. Aber auch zu sehen, wie solch eine Theatergruppe aufgestellt ist, wie schwierig die Zeiten sind und wie wichtig es ist, einen Schreiberling in einer Gruppe zu haben. So ist man, hautnah dran, wie Shakespeare seine Stücke schreibt und wie er sie zum Leben erweckt. Und genau wie seine Stücke ist dieses Buch mit Abenteuer, Eifersucht, Liebe, Verrat und großen Heldenmut ausgestattet.Die ganz große Stärke ist einfach von Bernard Cornwell, wie er die Geschichten erzählt und lebendig werden lässt. Man ist sofort drin, erlebt Sensationelles und kann nicht aufhören diese Figuren zu lieben und ihren Weg mitzubeschreiten. Man merkt gar nicht, dass man einen historischen Roman liest, obwohl alles darin alt und verstaubt ist, liest man es lebendig und äußerst verzückt. Die Beziehung der Brüder ist verzwickt und der Kampf um einen Platz im Leben nicht einfach. Da haben wir das Genie William, der sich in hohen Kreisen bewegen kann und der für sein Theater lebt, anstatt bei der Familie auf dem Land zu sein. Dagegen den jungen Bruder, der seinen Platz haben möchte, aber dem die Vergangenheit immer wieder einzuholen scheint. Es ist ein herrliches Gespann und die Entwicklung der beiden genial eingeflochten. Aber nicht nur das Leben von Richard ist hier ein Punkt, nein, auch die Stücke von Shakespeare. Diese Geschichte ist ein Theaterstück von ganz besonderer Güte.Narren und Sterbliche ist eine Hommage an Shakespeare und seine Stücke und ich hebe den Hut vor diesem wunderbaren, atmosphärischen, turbulenten, humorvollen, farbenfrohen und liebevollen Roman. Chapeau Bernard Cornwell, ich bin immer noch ganz verzückt.

  • Romina Streipert
    2019-03-28 17:50

    Ein historischer Stoff in einem fiktionalen Rahmen aufgearbeitet als Hörbuch...Das war eine neue Erfahrung für mich.Und ich bin froh, diese gemacht zu haben!Das Cover ist schlicht, wirkt durch die Farbgebung jedoch bereits "antik" und besitzt mit der Feder eine hohe Symbolkraft für die Geschichte. Sehr gelungen!Zum Inhalt:Der Winter 1595 ist kalt. Das macht auch den Mitgliedern der Theatertruppe von William Shakespeare zu schaffen, einer von vielen in London. (...)Zur Hochzeit einer hochgestellten Dame soll die Truppe ein neues Stück auf die Bühne bringen, eine Komödie mit dem Titel „Der Sommernachtstraum“. Mit von der Partie: Richard, William Shakespeares jüngerer Bruder, vom Älteren wenig geliebt und auf der Bühne nur in Frauenrollen geduldet.Dann geschieht eine Katastrophe: Ein konkurrierendes Schauspielhaus lässt das Stück stehlen. Aber Richard weiß, wie die Uraufführung zu retten ist. Er wird das Stück zurückstehlen und damit William dazu bringen, ihn endlich zu respektieren, ihm endlich eine Männerrolle zu geben – und dann fehlt ihm zu seinem Glück nur noch die Hand der schönen Silvia…(Quelle: Klapptext)meine Meinung:Als erstes muss man sagen, dass mit dem Sprecher eine hervorragende Wahl getroffen wurde. Er hat eine so wunderbare, ausdrucksstarke, vielseitige Stimme, der man sehr gern und auch ausdauernd zuhört. Er haucht allen Charakteren Leben ein.Doch auch inhaltlich überzeugte mich diese Geschichte vollkommen. Man glaubt mit dabei zu sein, ein Teil der Theatertruppe, Richard und William neben sich stehen zu haben. Alles wirkt so authentisch und man wird wie magisch mit in die Geschichte und die Vergangenheit gezogen, die sehr detailliert und offen beschrieben wird.Durch das Hörbuch lernte ich Richard erst kennen und seine Art schätzen - er trat auch für mich erst jetzt aus dem Schatten seines hoch geschätzten Bruders heraus.Es ist ein unglaubliches Erlebnis, dieses Hörbuch - nicht nur für Fans historischer Stoffe!Ein echter Glücksgriff!

  • Isabel
    2019-04-10 15:55

    Da ich selbst schon ein paar Mal in den Genuss eines im Original aufgeführten Shakespeare Theaterstücks kommen durfte, war ich auf das Hörbuch natürlich sehr neugierig, obwohl es zwischen mir und dem Autor Bernard Cornwell eigentlich selten „klick“ macht. Seine Bücher sind mir meist zu ausschweifend und langatmig. Mit „Narren und Sterbliche“ sollte er bei mir eine neue Chance bekommen.Leider bewahrheitete sich meine Befürchtung und das Buch zog sich in der Tat wie Kaugummi in die Länge. Aufgrund der Vielzahl an Charakteren tat ich mich oft schwer, der Geschichte flüssig folgen zu können. Die vielen Namen hätten sich beim Lesen vielleicht besser eingeprägt. Ein großes Lob möchte ich jedoch für die Umsetzung durch den wunderbaren Schauspieler und Hörbuchsprecher Frank Stieren aussprechen. Man könnte fast sagen, er verzaubert und verleiht so jedem Darsteller seine ureigene Stimme. Auch konnte ich viel über die Schauspielerei im England William Shakespeares im späten 16. Jahrhundert lernen, das mir bisher verborgen geblieben war. Wie tickten die Menschen damals, was brachte sie zum Lachen und was verärgerte sie? Alle Rollen an seinem Theater wurden damals ausschließlich von Männern gespielt. Der Beruf des Schauspielers blieb Frauen verwehrt. Bis 1660 waren „Boy-Actors die Publikumslieblinge, feminine Männer, die in großen Frauenrollen brillierten und deren Femininität oft auch hinter der Bühne ausgelebt wurde. König Charles II. beschloss schließlich auf Anregung seiner Mätresse Nell Gwyn, nicht nur Frauen auf den Bühnen zuzulassen, sondern darüber hinaus auch noch die Darstellung von Frauenrollen durch Männer zu verbieten. Aber zurück zum Buch. Wer Shakespeare und das Theater verehrt, wird das Buch mögen. Bei mir geht die Verehrung wohl nicht tief genug. Ich fand es einfach nur ok.