Read Der goldene Handschuh by Heinz Strunk Online

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Dieser phantastisch dstere, grell komische und unendlich traurige Roman ist der erste des Autors, der ohne autobiographische Zge auskommt Ein Strunk Buch ist es trotzdem ganz und gar Sein schrecklicher Held heit Fritz Honka fr in den siebziger Jahren aufgewachsene Deutsche der schwarze Mann ihrer Kindheit, ein Frauenmrder aus der untersten Unterschicht, der 1976 in einem spektakulren Prozess schaurige Berhmtheit erlangte Honka, ein Wrstchen, wie es im Buche steht, geistig und krperlich gezeichnet durch eine grausame Jugend voller Missbrauch und Gewalt, nahm seine Opfer aus der Hamburger Absturzkneipe Zum Goldenen Handschuh mit Strunks Roman taucht tief ein in die infernalische Nachtwelt von Kiez, Kneipe, Abbruchquartier, deren Bewohnern das mitleidlose Leben alles Menschliche zu rauben droht Mit erzhlerischem Furor, historischer Genauigkeit und ungeheurem Mitgefhl zeichnet er das Bild einer Welt, in der nicht nur der Tter gerichtsnotorisch war, sondern auch alle seine unglcklichen Opfer Immer wieder unternimmt der Roman indes Ausflge in die oberen Etagen der Gesellschaft, zu den Angehrigen einer hanseatischen Reederdynastie mit Sitz in den Elbvororten, wo das Geld wohnt, die Menschlichkeit aber auch nicht unbedingt Am Ende treffen sich Arm und Reich in der Vierundzwanzigstundenkaschemme am Hamburger Berg, zwischen Alkohol, Sex, Elend und Verbrechen Menschen allesamt, bis zur letzten Stunde geschlagen mit dem Wunsch nach Glck....

Title : Der goldene Handschuh
Author :
Rating :
ISBN : B00X4UOKDG
ISBN13 : -
Format Type : PDF
Language : Deutsch
Publisher : Rowohlt E Book Auflage 1 26 Februar 2016
Number of Pages : 196 Pages
File Size : 594 KB
Status : Available For Download
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Der goldene Handschuh Reviews

  • Janus Becker
    2018-10-25 12:20

    Wer ein Buch von Heinz Strunk in die Hand nimmt, der sollte wissen, worauf er sich einlässt. Unverstellt direkt in klaren Worten schildert Strunk das Oben und Unten der Hamburger Gesellschaft der siebziger Jahre beispielhaft. Die Art der Sprache, die Strunk nutzt, ist nichts für zartbesaitete Gemüter. Obwohl - wie bei Strunk üblich - ein wenig abseitig, lohnt sich die Lektüre dennoch sehr. Man wird allerdings nie ganz den Eindruck los, dass der Autor hier auch ganz persönliche Eindrücke und Erlebnisse mit verarbeitet. Das aber macht es gerade so authentisch.

  • Timm A.
    2018-10-15 17:36

    Ich habe dieses Buch als Hörbuch gehört. Heinz Strunk selbst liest es. Ich liebe seinen Vortragestil. Nüchtern, hanseatisch und mit breitem Dialekt. Ich fühle mich heimisch. Ich komme selbst aus Hamburg, bin hier geboren und aufgewachsen. Kenne die Orte, von denen dort berichtet wird. Kenne die Gestalten, die in den Kaschemmen rumlungern. Auch ohne die Morde zeichnet dieser Roman ein derart düsteres Bild dieser Nachkriegsverlierer. Honka kann einem fast schon Leid tun. Man könnte fast meinen, man hofft, dass er es schafft, dem Sumpf aus Alkohol und Lethargie zu entkommen. Den Morden wird relativ wenig Zeit eingeräumt, sie passieren, relativ weit am Ende, beiläufig. Denn sie sind es nicht, worum es hier geht. Das Milieu, die Gestalten, die Hoffnungslosen auf dem Kiez. Das ist es, worum es hier geht. Die Sprache ist als Stilmittel derb aber angebracht.Hat mich begeistert, runter gezogen und fasziniert.

  • Ralf del Mar
    2018-10-18 12:26

    Heinz Strunk nimmt einen mit auf eine nostalgische Reise in ein ausgestorbenes Hamburg, wo hohles Gelaber im Suff mit breitem Akzent noch nicht von Migrantendeutsch verdrängt wurde; Hamburg neben dem isolierten Luxus einer Reederfamilie als ein abgeranztes Stück Westdeutschland mit unrenovierten Wohnungen und einer dämlichen Altindustrie auf Abruf namens Hafen und Werften. Hamburg war arm und keine Boomtown wie heute. Hamburch, gaanz unden.Aber doch nicht wieder eine Autobiografie des Autors nach Jugend in Harburg und Ausflüge als Kind in der Nordheide? Doch, schon wieder! Muss man sich mal vorstellen. Hält doch keiner aus. Als Schmierstoff funktioniert hier die im Selbstversuch erforschte Wirkung des Alkohols nebst Fragebogen beim Suchtarzt, das, sagen wir mal, schwierige Verhältnis zu Frauen aller Art oder seitenlang die Zoten des Barkassenkapitäns.Leider kommt Hagenbeck gar nicht gut weg, da hatte Fiete wohl nen schlechten Tag, einen von den ganz vielen. Flamingo Lodge hieß das schon damals? Hieß das nicht einfach nur Restaurant? Egal, es gab und gibt immer nur verwürzte Pommes und Wurst. Der Ausblick vom Fernsehturm lässt sich leider aus Brandschutzgründen nie wieder nach empfinden.Ja, das Früher-Prinzip. Früher war bei Strunk alles traurig, einsam, verzweifelt aber trotzdem irgendwie schön, so in der Rückschau. Weil es seins ist. Kann einen kaputt machen. So ein Buch. Einfach mal lesen.

  • dr. pingel
    2018-10-23 17:17

    Dieses Buch handelt von dem Serienmörder an Frauen Honka, der in Hamburg lebte. Das "entsetzlich" bezieht sich nicht auf den Autor und das Buch; es ist bisher das beste Buch von Heinz Strunk. Aber die Welt, in der Honka und die Frauen leben, ist so trostlos, wie ich das noch nie gelesen habe. Strunk hat sich übrigens die sonst nicht zugänglichen Akten geben lassen. Er wertet nicht, verurteilt nicht, sondern beschreibt glasklar das Leben der Menschen, die jetzt schon in der Hölle leben müssen. Man braucht gute Nerven, um das Buch zu Ende zu lesen.

  • Guido Waldenmeier
    2018-10-25 11:36

    Kann Mich noch Gut an die Zeit ErinnernSelbst Ende der 1970er Jahre Konnte man Solche Typen in jeder Bahnhofs Kneipe FindenWas mich etwas Gestört hat war die Geschichte um den Reichen TypenPasst Da irgendwie nicht ReinFür Sich Genommen Als Extra Roman wäre es Gut

  • Michael K.
    2018-10-23 17:31

    Wie viele schon geschrieben haben, ist das Buch ein Einblick in ein Milieu, das sich viele Menschen wahrscheinlich garnicht vorstellen können.Es ist skurill, beängstigend und leicht deprimierend. Natürlich auch Gesellschaftskritik. Aber nicht systemisch, sondern es wird einfach mehr oder weniger eine Situation angenommen, aus der es wohl keinen Ausweg gibt, bzw dieser nahezu unmöglich ist.

  • Möckel
    2018-10-18 14:36

    Für alle die Heinz Strunks zumindest teilweise autobiographischen Bücher lieben, kann Der Goldene Handschuh eine Enttäuschung sein.Für die, die hinter Heinz Strunk schon immer mehr sahen, ist es eine Entdeckung.Die Geschichte dürfte bekannt sein, die Abgründe menschlichen Seins werden glaubhaft dargestellt, mit allen notwendigen Härten der Erzählkunst.Für den einen oder anderen 'vielleicht' zu starker Tobak...

  • Petra
    2018-10-16 16:42

    Hier wird die Geschichte eines brutalen Frauenmörders erzählt, der eine furchtbare Vergangenheit hat und am Rande der Gesellschaft lebt. Die detaillierte Beschreibung seiner Lebensumstände und der Morde hat mich schockiert, nichts für schwache Nerven!