Read Der Wiener Kongress: Redouten, Karoussel & Köllnerwasser by Hannes Etzlstorfer Online

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Fasanenjagd im Prater, Karoussel in der Winterreitschule, festliche Redouten in der Hofburg der Wiener Kongress, der eine grundlegende Neuordnung Europas brachte, war auch ein Ort allerhchsten Amsements Ganz Wien war auf den Beinen, um den feierlichen Einzug der drei Monarchen in Wien Zar Alexander I., Knig Friedrich Wilhelm III und Gastgeber Kaiser Franz I zu bestaunen Doch bald nach Beginn des Kongresses reagierten die Wiener zunehmend verbittert auf den von den Staatsgsten zur Schau gestellten Luxus, denn die Lebenshaltungskosten in der Residenzstadt stiegen dramatisch Auch Kaiser Franz seufzte Wenn das noch lang so weitergeht, la i mi pensionieren Die Entwicklung der diplomatischen Bemhungen interessierte die Bevlkerung nur wenig, zu sprlich waren die Informationen, die aus den Konferenzslen nach drauen drangen.Das neue Buch von Hannes Etzlstorfer liefert Momentaufnahmen vom Wiener Kongress und zeichnet ein plastisches Bild des Alltags in einer Stadt, die fr einige Monate zum uneingeschrnkten Machtzentrum der damaligen Welt wurde mit allen erfreulichen und weniger erfreulichen Nebenerscheinungen fr die ansssige Bevlkerung....

Title : Der Wiener Kongress: Redouten, Karoussel & Köllnerwasser
Author :
Rating :
ISBN : B00MW60WPI
ISBN13 : -
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : Verlag Kremayr Auflage 1 25 August 2014
Number of Pages : 101 Pages
File Size : 993 KB
Status : Available For Download
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Der Wiener Kongress: Redouten, Karoussel & Köllnerwasser Reviews

  • Postbote
    2019-01-06 12:01

    Am 25. September 1814 wurde der Wiener Kongress von den drei Monarchen Zar Alexander I, König Friedrich Wilhelm III und Gastgeber Kaiser Franz I feierlich eröffnet.Voraussetzung für die Verwirklichung des Kongresses war die Bezwingung von Napoleon. Dies erfolgte am 30. März 1814. Am 28. April kam er ins Exil auf die Insel Elba.Zar AlexanderI schlug vor diesen Kongress in Wien abzuhalten. Österreich zeigte eine gute Haltung zu dieser Zeit und sollte mit dem Wiener Kongress gewürdigt werden.Auf dem Kongress sollten ungelöste politische Fragen gelöst werden.Es gab einen nie dagewesenen Ansturm von Gästen aus allen Rängen und Ländern der Monarchie, Adels, Politiker mit samt Gefolge. Wien bekam auf einmal Unterkunftsprobleme. Es gab aber dann auch Quartiere die ca.1 Stunde von Wien entfernt waren.Caballini, der Hofmobiliendirektor, hatte die schwere Aufgabe Räume für 1000 Personen zu finden und auch zu möbilieren. Teuer durfte das ganze natürlich auch nicht sein. Zum Teil waren da Möbel dabei die ca.70 Jahre alt waren. Kaiser Franz I war ja auch ein ziemlich sparsamer, wenn nicht auch knickig. Ganz abgesehen davon, seine dritte Ehefrau Kaiserin Maria. Sie hatte Geschmack und Stil für Teure und Ausgefallene Einrichtungsgegenstände das sie voll und ganz ausschöpfte.Nun zur eigentlichen Beschreibung des Buches. Hier in diesem Buch wird beschrieben wie man zu Zeiten des Kongresses gefeiert, getanzt und gehurt hat. Letzteres sehr ausgiebig was so in Wien nie mehr stattfand. Selbst die Monarchen suchten und fanden das richtige für Ihre Liebesspiele. Zum Beispiel, hinterlies Kaiser Joseph II nicht gerade den besten Ruf im Rotlichtmilleu. Nach seinem Besuch im Bordell wollte er doch noch tatsächlich Nachverhandlungen vom Preis des Liebesdienstes haben. Die Zuhälter haben den Kaiser unsanft durch die Tür befördert. Noch heute steht ein Spruch im Haus der Gutenberggasse 13. Durch dieses Thor im Bogen/ ist Kaiser Joseph geflogen. Diese Szene fand nicht auf dem Wiener kongress statt.Die Theater und Musikwelt wurde auch reichlich aufgeführt. Unter anderem, auch mein Lieblingstück, die Zauberflöte und Beethoven selbst trat auf.Es wurden Polonaisen erstellt, die sehr beliebt waren.Bei all den Feierlichkeiten und dem bunten Reigen aller Art gab es unter anderem bei den kulinarischen Genüssen kaum Grenzen.Tonnen von Fleisch, Beilagen und Nachtischen wurden tagtäglich verarbeitet. Nachts bei den Tänzen waren in den grossen heisen Tanzsälen das Speiseeis sehr beliebt.Die Tanzsäle wurden auch Redouten genannt. Zum Teil fassten diese Säle an die 6000 Personen. Man bedenke, damals gab es keine Klimaanlage.Die Wahl der Kleidung und der Mode wurde in diesem Buch auch zum Thema. Frauenmode, Herrenmode und auch Kindermode wurde beschrieben.Vor allem hatte die Beamtenkleidung hier einen grossen Stellenwert. Viele Amtsränge waren farblich markiert.Es hies einfach, damals wie heute, Sehen und Gesehen werden.Es gab hier noch viel mehr Aufzählungen an Vergnügungen die ich gar nicht alle aufzählen kann. Ich war überrascht von den vielen ausgefallenen Ideen.Bei so viel Festen und Menschen glaubt man eigentlich das es bestimmt auch Unruheherde gab. Aber, so wurde beschrieben herrschte sehr viel Anstand und Volksordnung.Kaiser Franz I war aber doch in manchen Dingen rund um den Kongress sehr mistrauisch. Es sandte deshalb auch Spione aus, selbst Papierkörbe wurden durchforstet.Vorgestellt werden einige Monarchen und Ihre Charakterzüge, fand ich sehr lehreich zu lesen.Politische Entscheidungen kommen hier auch zur Sprache. Vor allem wurde damals die Schweizer Neutralität entschieden.Kleinigkeiten wie Billets verteilt wurden. Aber auch warum die Russen fast die Oberhand auf dem Kongress hatten, wurden hier zum Thema in diesem Bunten, Vielseitig, Beschriebenen Reigen. Und noch vieles mehr.Das Buch ist in einzelne Haupthemen als Kapitel aufgeteilt. Danach kommen kurze Haupthemen zum Kapitel in kleinen übersichtlichen Partien zu lesen.Der Schreibstil ist verständlich. Fast alle Aussagen oder Zeitungsberichte kommen in diesem Deutsch von damals. Übersetzt ins heutige hätte mir besser gefallen. Aber das kann man trotzdem akzeptieren.Ich bin wunderbar Geschichtlich informiert worden über dies Einmalige Event des Wiener Kongresses. Vieles war mir so nicht bekannt.

  • Jarmila Kesseler
    2019-01-05 19:09

    == Das Cover: ==Ich finde das Cover wunderschön und mich erinnert die Illustration spontan an Wilhelm Busch's Fromme Helene. Ein Cover, das sofort in die Augen sticht und dazu veranlasst, das Buch in die Hand zu nehmen, um sich näher damit zu beschäftigen.== Leseeindrücke: ==Zuerst fand ich einige Schreibweisen bestimmter Wörter andersartig, aber interessant. Da diese in Kursivschrift stehen und mit Fußnoten versehen sind, finden wir hinten im Anhang des Buches die Erklärung dieser Worte, was ich nicht nur sehr hilf- sondern auch als lehrreich empfinde.Wir lesen von der Zeit des Wiener Kongresses (der in der Überschrift "Congreß" geschrieben wird, im Text eben dann "Kongress", aber man weiß ja was gemeint ist und dass eben Anfang des 19. Jht. (1814/15) die Schreibweise eben so korrekt war.Da es diesen Wiener Kongress ja wirklich gab, ist dieses Buch somit ja fast schon ein Sach- bzw. Geschichtsbuch und der Leser lernt hier über Begebenheiten der vergangenen Zeit, die er sonst evtl. nie erfahren hätte. (Ehrlich gesagt wusste ich bis zu dem Buch nicht einmal, dass es einen Wiener Kongress je gab, geschweige denn für was dieser gut gewesen war)Auch die skizzierten Portraits der in dieser Zeit lebenden Persönlichkeiten, die in irgendeiner Form eine Affinität zum Wiener Kongress aufwiesen, sind interessant von diesen zu lesen und sich eben diese dann auch bildlich vorzustellen.Selbst Napoleon oder der russische Zar (= Kaiser) Alexander I. oder auch Kaiser Franz I. von Österreich, sowie Friedirch Wilhelm III. von Preußen kommen in diesem Leseabschnitt nicht zu kurz.Auch einen "Kutscher Europas" hatte ich noch nie zuvor gekannt und finde es sehr interessant auf solche Entdeckungen zu stoßen.Die Skizze auf S. 44 lässt sich einem gut den Temporalkolorit zu diesem Kongress vorstellen. Wochenmärkte wurden ebenso unter die Lupe genommen, wie Papierkörbe der hohen Gäste in der Hofburg ausspioniert und untersucht wurden.So ein Wiener Kongress gilt gut vorbereitet zu sein. Bei etwa einer Viertel Million Einwohner, die Wien anno 1814 zählte war es logistisch zur damaligen Zeit eine riesige Herausforderung alle Gäste entsprechend unterzubringen.Die allerhöchsten Herrschaften wurden in der Wiener Hofburg untergebracht. eine Skizze von dessen äußeren Erscheinungsbild, sowie das Innere der Winterschule zeigen und verdeutlicht die seinerzeitigen Örtlichkeiten auf.Ich bin ganz im Banne der damaligen Zeit vertieft. Die Beutelschneider ... (Mit Beutelschneider wurde im Mittelalter ein Dieb bezeichnet, der den am Gürtel befestigten Geld- oder Almosenbeutel samt Inhalt abschnitt. Heute bezeichnet man im übertragenen Sinne auch einen Anbieter überteuerter Waren oder Dienstleistungen als Beutelschneider. quelle:wikipedia.de)... sind auch etwas Neues, das ich hier erfahren durfte.Jetzt kann ich mir auch zusammenreimen, was ein Karussell mit den Hofreitern zu tun hat (daher haben die alten Karussells auf Jahrmärkten zumeist Reitpferde drauf).Sehr salomonisch auch das Zitat von Seite 14 >> Ein Diplomat, der "ja" sagt, meint "vielleicht", der "vielleicht" sagt, meint "nein", der "nein" sagt, ist kein Diplomat. Eine Dame, die "nein" sagt, meint "vielleicht", die "vielleicht" sagt, meint "ja", die "ja" sagt, ist keine Dame.<