Read Lautlose Stufen by Inge Becher Online

lautlose-stufen

Deutschland, 1939 Hella Arnold ist 10 Jahre alt, als sie eine r tselhafte Krankheit bekommt Immer wieder muss sie f r lange Zeit ins Krankenhaus, sie fehlt in der Schule und kann auch nicht, wie ihre Freundinnen, den Jungm deln beitreten Hella wird zur Au enseiterin, immer st rker wird ihre Lebenswelt eingeschr nkt Dabei m chte sie doch nur eines dazugeh ren wie alle anderen Mit 14 erf hrt Hella von speziellen Kliniken, in denen schwerkranken Kindern wie ihr geholfen werden kann Sie bittet den Chef arzt des Krankenhauses um eine berweisung dorthin Als ihr Hausarzt und ihre Eltern davon h ren, sind sie entsetzt Denn aus diesen Kinderfachkliniken kam noch kein Kind lebendig zur ck...

Title : Lautlose Stufen
Author :
Rating :
ISBN : 3940078395
ISBN13 : 978-3940078391
Format Type : Other Book
Language : Deutsch
Publisher : Fuchs, Monika Auflage 1 17 M rz 2016
Number of Pages : 108 Seiten
File Size : 977 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Lautlose Stufen Reviews

  • MargareteRosen
    2018-10-22 09:13

    So wie die Stufen lautlos werden, schleicht sich die Gefahr in das Leben der 10jährigen Hella ein. Über 4 Jahre steigert sich die Kontrolle der Nazis im eigenen Land zu einer totalen und alltäglichen Gefahr. Die 10jährige Hella erkrankt und wird als "unwertes Leben" eingestuft. Um wieder ein normales Mädel zu sein, meldet sie sich ohne Wissen der Eltern, in einer Kinderklinik an. Kann sie doch noch gerettet werden?In der Geschichte erfahren wir auch über andere Kinder. Das Schicksal Margaretes hat mich natürlich selbst sehr betroffen gemacht.Vieles wußte ich schon über Eutanasie im 3. Reich und doch konnte mich die Autorin mit neuen Informationen überraschen.Inge Becher schreibt in einem für 10 - 14jährige gut zu verstehenden und klaren Stil. Die am Beginn jeden Kapitels stehenden Informationen über die Nazizeit sind ohne Wertung - klar und deutlich. Ich merkte beim Lesen mit wieviel Andacht und Liebe Inge Becher diese Geschichte geschrieben hat.Dieses Buch ist herrvorragend für den Deutsch- und Geschichtsunterricht geeignet. Ich kann es LehrerInnen nur ans Herz legen. Ihre SchülerInnen werden diese Geschichte verschlingen, und dann ganz viele Fragen haben.Mein Tipp für Eltern: Lesen Sie mit Ihrem Kind das Buch zusammen, damit die aufkommenden Fragen auch direkt beantwortet werden können.Ein ruhiges, sachliches und neutral geschriebenes Buch, für die Zielgruppe ideal. Faszinierend wie dieses kleine feine Taschenbuch Zeitgeschichte auf 100 Seiten spannend und informativ erzählt.

  • Bärbel K.-L.
    2018-11-10 09:59

    Lautlose Stufen - ein passender und gut gewählter Titel für diese Geschichte, die von der Autorin Inge Becher hier erzählt wird. Jeder, der die politische Entwicklung 1939 mit Sorge betrachtete, musste das lautlos tun. Denn nach der Machtübernahme durch Hitler wurde keine andere Gesinnung geduldet. Wer nicht für Hitler war, der war gegen ihn, der war ein Feind, wurde verfolgt, vernichtet. Und so mussten auch später, während des Krieges, fremde Nachrichtensender lautlos gehört werden, mussten Informationen lautlos weiter gegeben werden und musste jeder Widerstand gegen das bestehende System lautlos erfolgen.Hella ist 10 Jahre alt und wird aufgrund einer rätselhaften Krankheit von den Gleichaltirgen ausgegrenzt, kann die Schule nicht besuchen.Auch bei den Jungmädels kann sie nicht mitmachen und das schmerzt sie sehr.Dabei möchte sie doch nichts anderes, als so wie alle anderen zu sein.Aber ihr Körper setzt da Grenzen und lange Krankenhausaufenthalte mit hohem Fieber schwächen sie so, dass sie zurückgezogen im Elternhaus zu leben gezwungen ist.Deshalb bekommt sie viele Probleme Erwachsener der damaligen Zeit mit, aber erkennt auch, obwohl noch Kind, dass es gefährlich sein kann, die Wahrheit zu sagen.Und so lügt sie, für das Leben ihres Vaters. Eine starke und beachtliche Entscheidung für ein Kind dieses Alters.Von sechzehn Stufen der Treppe, die zu ihrem Zimmer im Elternhaus führt, knarren elf, nur fünf sind lautlos. Und immer, wenn sie nicht gehört werden möchte, nutzt sie diese, um ins Erdgeschoss zu gelangen. Letztendlich retten ihr diese lautlosen Stufen das Leben, denn fast hätte man sie in eine Klinik eingewiesen, aus der noch kein Kind lebend wieder heraus gekommen ist.Eine spannende, berührende und nachdenklich machende Geschichte, die von der Autorin mit sehr viel Fingerspitzengefühl und Sensibilität geschildert wird.Berührt von Hellas Schicksal bin ich froh, dieses Buch gelesen zu haben. Es hat mich zum Nachdenken gebracht und auch heutige Werte, Moralvorstellungen, Gedanken und subjektive Gefühle auf den Prüfstand gestellt.Fast könnte ich meinen, es sollte der heutigen Jugend als Pflichtliteratur dienen, denn zu vieles wurde inzwischen vergessen, verdrängt oder erscheint der jungen Generation zu weit entfernt.Dabei ist es wichtig für sie, zu der Erkenntnis zu gelangen, dass allein der Frieden das wertvollste Gut ist, das wir Menschen während unserer Lebenszeit besitzen.Jeder Mensch sollte im Frieden und in Freiheit an Körper und Seele leben dürfen.

  • CharO
    2018-11-08 07:07

    Hella Arnold, die in den 30er Jahren in Deutschland groß wird, ist eigentlich ein ganz normales Mädchen. Sie wird in sehr einfachen Verhältnissen groß, die aber aufgrund ihrer sehr liebevollen Eltern eher in den Hintergrund treten. Viel stärker spürt Hella die Liebe und den Zusammenhalt, den ihre Eltern und ihre zwei größere Brüder, die im Jahr 1939 (fast) 18 und 13 Jahre alt sind, ausstrahlen. Eine andere Art von Gemeinschaft hat Hella auch mit ihren beiden Freundinnen Anneliese und Gerda, die beide recht verschieden sind und vielleicht gerade deshalb für Hella eine wundervolle Kombination ergeben. Gemeinsam freuen sich die drei Mädchen schon auf die kommende Aufnahme bei den Jungmädeln und versuchen bis dahin die Schule gut zu überstehen, was Hella nicht unbedingt leicht fällt. Das Leben der Zehnjährigen ist also eigentlich ganz normal und könnte leicht und leise weitergehen. Doch dann bricht Hella plötzlich zusammen und muss für eine lange Zeit in ein Krankenhaus. Niemand kann ihr und ihrer Familie sagen was sie hat. Aber schnell wird klar, dass sie immer wieder von Krampfanfällen und Fieberschüben geplagt wird. Die Aufenthalte in der Klinik werden immer länger und Hella kann nicht mehr richtig an dem Leben um sie herum teilnehmen. Kann ihr vielleicht ein anderer Arzt in einer Kinderfachklinik helfen?Bevor ich mit dem Lesen des Buches begonnen habe, habe ich mich gefragt, wie die Autorin solch eine Geschichte auf knapp 100 Seiten erzählen will. Ich hatte mich schon auf eine sehr dichte und schwere Sprache eingestellt und dachte mir, dass das wieder ein Buch für Kinder bzw. Jugendliche sein wird, welches so komplex ist, dass es nur für sehr intelligente Leser_Innen geeignet ist.Als ich dann aber die ersten Seiten gelesen habe, war ich fast ein bisschen enttäuscht. Einfach und nicht zu lange Sätze, klare Beschreibungen, die aber trotzdem gefühlvoll sind und historisches Wissen verknüpft mit der eigentlichen Geschichte. Und schon kam der Gedanke, ob das nicht alles ein bisschen zu einfach dargestellt ist. Ich muss gleich sagen, dass es das nicht ist!Inge Becher erzählt in 20 Kapiteln nicht nur die Geschichte von Hella, sondern auch die Geschichte von vielen anderen Menschen, die zur Zeit des Nationalsozialismus lebten und unterschiedliche Wege eingeschlagen haben. So kommen Kritiker vor, Mitläufer, Sadisten, aber auch Kinder, die gewollt oder ungewollt eine unterschiedliche Position in dem System einnahmen. Damit die Geschichte auch mit historischen Fakten verknüpft wird, hat sich die Autorin etwas geschicktes ausgedacht. Zu Beginn eines jeden Kapitels gibt es ein paar historische Informationen, die das Verständnis für den folgenden Handlungsverlauf verbessern. Diese Abschnitte sind immer ungefähr eine halbe Seite lang und sind adressatengerecht formuliert. So können aus meiner Sicht auch schon Leser im Alter von 10 oder 11 Jahren die Zusammenhänge verstehen. Ich war fasziniert davon wie Inge Becher es schafft ganz komplexe Dinge herunterzubremsen und gleichzeitig den Leser nicht mit dem Wissen langweilt. Gleichzeitig ist die eigentliche Geschichte spannend und man möchte unbedingt wissen was aus Hella und ihrer Familie sowie den Freunden wird.Ich habe das Buch auch auf einem Ausflug meinen Kids von der Lesecrew vorgestellt und ein wenig daraus vorgelesen. Manche Kinder haben auch einige Kapitel selbst gelesen. Ich war überrascht, dass es nicht nur denen gefiel, die eher noch nicht so gut lesen können und sich über die kurzen Kapitel sicherlich freuen. Nein, auch die Leseeulen, die dicke Fantasiewälzer verschlingen, waren von dem Aufbau des Buches und der Geschichte begeistert.Aus meiner Sicht hat es Inge Becher also geschafft ein recht schwieriges Thema so zu bearbeiten, dass es für die verschiedensten Lesetypen geeignet ist und Lesefreude erzeugt. Ich kann es Kindern empfehlen, die historisch bereits ein gewisses Interesse haben und ganz unterschiedliche Stufen der Lesefähigkeit erreicht haben. Genauso kann ich es aber auch mit Schülern nutzen, die bisher nur wenig Interesse für Geschichten mit einem historischen Hintergrund gezeigt haben und eher eine nicht so gute Lesefähigkeit entwickelt haben. Und letztendlich muss man auch sagen, dass mir selbst das Lesen sehr viel Spaß gemacht hat. Der Hintergrund wurde von der Autorin sehr gut recherchiert, die Sprache ist sehr angenehm und die Kapitellänge ist so gut, dass ich auch zwischendurch mal in dem Buch lesen konnte.Fazit: Kauft das Buch für interessierte kleine Leser in eurem Umfeld und besorgt es für diejenigen, die ihr für Geschichte begeistern wollt! Es regt zum Nachdenken, Nachfragen und Nachforschen an.