Read Galileo Galilei. Aufstieg und Fall eines Genies by William R Shea Online

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Galileo Galileis Prozess vor der r mischen Inquisition ist eines der dramatischsten Ereignisse in der Geschichte der Wissenschaft hier der standhafte, nur seinem Gewissen und seinen wissenschaftlichen Erkenntnissen verpflichtete Galileo, dort die halsstarrige Kurie, die sich jeder neuen Einsicht aus theologischen Gr nden verschlie t William R Shea und Mariano Artigas vermitteln ein neues Bild von Galileo Galilei 1564 1642 und seinem Prozess vor der r mischen Inquisition Sie schildern auf faszinierende Weise die insgesamt sechs Reisen, die Galileo nach Rom unternommen hat Sie erkl ren, warum Galileos Theorie, nach der die Erde sich um die Sonne drehe, in Rom auf so viel theologische Ablehnung stie und machen dabei zugleich deutlich, dass trotz der Verschiedenartigkeit der Meinungen die Kirche am Ende durchaus in der Lage gewesen w re, Galileos Theorien zu akzeptieren, wenn es einen klaren Beweis gegeben h tte und wenn vor allem Galileo selbst sich konzilianter verhalten h tte....

Title : Galileo Galilei. Aufstieg und Fall eines Genies
Author :
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ISBN : 9783896785596
ISBN13 : 978-3896785596
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : Primus in Wissenschaftliche Buchgesellschaft WBG Auflage 1., 1 Februar 2006
Number of Pages : 595 Pages
File Size : 894 KB
Status : Available For Download
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Galileo Galilei. Aufstieg und Fall eines Genies Reviews

  • Hartmut Zimmer
    2019-02-19 23:39

    Die beiden Autoren des Buches versuchen sich an einer "neuen" Darstellung des Verhältnisses von Naturwissenschaften und Religion.Der Protagonist Galileo wird allerdings außerhalb seiner Funktion als Wissenschaftler recht sparsam behandelt, persönliches Umfeld und Familienhintergrund nur karg dargestellt.Auch Hinweise auf zeitgeschichtliche Zusammenhänge und ihre Bedeutung auf das Verfahren gegen Galileo erfolgen zwar, erreichen aber in der Gesamtdarstellung nur eine eher marginale Rolle (wie etwa der 30-jährige Krieg mit seinem -schließlich nicht mehr eindeutig konfessionsgebundenen- Gegeneinanderspiel europäischer Großmächte, die Involvierung des Kirchenstaates in dieses Kräftemessen auf europäischer Ebene, schließlich die Auswirkungen der 1630/31 Italien aus dem Norden erreichenden Pest - fast so, also wollten die Autoren die -zwar unvermeidlichen- Gesamtzusammenhänge so klein wie möglich halten und das Werk mit bewusstem partiellem Tunnelblick auf eine Galileo-Monographie reduzieren.Im Vergleich dazu werden die insgesamt sechs Romreisen Galileos zum Teil geradezu voluminös ausgeführt und zwar in streckenweise tagebuchartig-akribischer Form.Dazu passend, endet das Buch in merkwürdiger Weise leidenschaftslos. Der zu lebenslangem Hausarrest verurteilte "Mensch Galileo" scheint den Autoren nach dargestelltem Inquisitionsurteil schnell aus dem emotionalen Blickfeld zu geraten: Dem Protagonisten Galileo wird durch das zügig endende Buch auch seitens der Autoren ein ziemlich "kurzer Prozess" gemacht.Mit einigen Jahrhunderten Abstand wird deutlich, wie wenig es den Beteiligten aller Seiten nur oder vorrangig um die eigentliche "Sache" ging; im Vordergrund stand bei allen Auseinandersetzungen -mehr als minder- ein unermüdliches Bemühen um die Sicherung eigener Machtpositionen.Nicht die häufig genug nur vorgeschobene "Sache" entschied, sondern die Kunst einer fragwürdigen, ja eher abstoßenden Seilschaftspolitik. Einer der verantwortlichen "Strippenzieher" war Barberini-Papst Urban VIII, dessen praktizierter Nepotismus dem wie selbstverständlichen Ziel diente, die Ergebenheit höherer Amtsträger sicherzustellen. Aber auch Galileo bediente sich der ihm zur Verfügung stehenden Beziehungen, zuallererst als Schützling der Medici, der toskanischen Großherzöge. An seinen eigenen Seilschaften arbeitete Galileo ebenso emsig wie die übrigen Beteiligten an den ihren.Und darin liegt vielleicht der größte Verdienst der Autoren, dass sie die vor 400 Jahren genauso wie in der Gegenwart funktionierenden Muster von hinterhältigem Hauen und hinterlistigem Stechen so treffend und nüchtern beschreiben: Ein gut dargestelltes Spektakel des Strippenziehens, wie die heutigen Vertreter eines zur Wissenschaft hochstilisierten "Networkings" anerkennend bemerken könnten.Preis-Leistungs-Verhältnis: schlecht - zu teuer.

  • T. Hofmann
    2019-02-23 02:39

    Im Rahmen meiner Facharbeit musste ich mich intensiv mit dem Fall Galilei beschäftigen und habe mir daher dieses Buch gekauft.Prinzipiell: Es ist leicht verständlich, interessant und wirkt sehr seriös. Unterteilt in die einzelnen Rom-Fahrten, die der große Wissenschaftler in seinem Leben unternahm, erzählen die Autoren die Geschichte Galileis und seinen Konflikt mit der Kirche. Für den Laien also eine durchaus empfehlenswerte Lektüre.ABER: Leider werden in diesem Buch die aufgestellten Behauptungen fast nie auch bewiesen. Vergleicht man dieses Werk mit anderen Galilei-Biographien, so werden schnell einige Lücken deutlich - wichtige Fakten, die entweder unter den Tisch fallen oder sogar verfälscht werden.Insgesamt entsteht der Eindruck, dass die Autoren in diesem Fall sehr zugunsten der Kirche entschieden haben, ohne die andere Seite überhaupt in Betracht zu ziehen.Fazit: Schade, ich hätte mir von einer Biographie zweier derart gebildeter Autoren mehr erwartet!(Tipp: "Galileo Galilei. Prozeß ohne Ende. Eine Biographie." von Albrecht Fölsing)