Read Kochende Leidenschaft: Soziologie vom Kochen und Essen by Jean-Claude Kaufmann Online

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Liebe geht durch den Magen Essen macht nicht nur satt, sondern verbindet In den Urgesellschaften war man miteinander verwandt, wenn man die t gliche Nahrung miteinander teilte und aus einer gemeinsamen Suppensch ssel a Noch heute spielt sich das Familienleben vorwiegend zwischen Herd, K hlschrank und Tisch ab.Liebe und K che, Leidenschaft und Kochen wer w rde diese Begriffe spontan zusammenbringen Jean Claude Kaufmann, einer der angesehensten und popul rsten Soziologen Frankreichs, tut es Kaufmann ffnet mit diesem Buch die T r zu einem Lebensbereich, der auf den ersten Blick eher marginal erscheinen mag Die K che ist nicht selten einer der kleineren R ume einer Wohnung, und es ist nicht unbedingt der Ort, an dem man sich besonders lange aufh lt Umso spannender ist es da, von Kaufmann zu erfahren, was das Kochen mit uns macht, wie es zu einem konstituierenden Element einer Partnerschaft, einer Familie werden kann.Kaufmanns Untersuchung gr ndet sich wie auch schon bei Der Morgen danach auf Empirie Er beobachtet Verhalten, Gespr che und Rituale bei Tisch und begleitet Esser in verschiedenen Lebensphasen und situationen Er wirft einen Blick hinter die Kulissen, nicht nur in K hlschr nke und Kocht pfe, sondern vor allem in den Kopf des Kochs, der noch immer meist eine K chin ist und befragt ihn nach seinen Gewohnheiten Wann wird gekocht Wie unterscheidet sich das Kochen in der Woche von dem am Wochenende Wer ist der Chef in der K che Und en passant liefert er auch gleich eine Kulturgeschichte des Kochens mit von den Holz fen zu den Induktionskochfeldern Kochende Leidenschaft ist ein neuerlicher Beweis f r Jean Claude Kaufmanns au ergew hnliche F higkeit, wissenschaftliche Erkenntnis und Alltagswirklichkeit miteinander zu verbinden spannend, unterhaltsam, lehrreich....

Title : Kochende Leidenschaft: Soziologie vom Kochen und Essen
Author :
Rating :
ISBN : 9783896695581
ISBN13 : 978-3896695581
Format Type : Hardback
Language : Deutsch
Publisher : UVK Auflage 1 1 September 2006
Number of Pages : 480 Pages
File Size : 687 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Kochende Leidenschaft: Soziologie vom Kochen und Essen Reviews

  • Müller
    2019-04-06 10:47

    Das Thema des Buches ist relevant; gewiss ist es im Französischen auch gut geschrieben. Die Deutsche Übersetzung allerdings ist schlicht schlecht. Kaum eine Seite ohne offensichtliche Übersetzungsschwächen. Der Leser bemerkt sogleich, dass bei der Übersetzung wenig Sorgfalt aufgewendet wurde; Manchen Formulierungen merkt man überdeutlich den französischen Ursprung an. Dadurch wirken die Sätze merkwürdig verschränkt und gekünstelt. Darüber hinaus strotzt das Werk von Rechtschreib- bzw. Druckfehlern. Insgesamt ist das befremdlich und mindert den Lesegenuss, aber auch die Verständlichkeit, erheblich.

  • Steffü
    2019-04-13 11:54

    Das Buch habe ich mir für meine Bachelorarbeit (Soziologie) bestellt. Ich befasse mich mit dem Thema "Die Mahlzeit als soziale Veranstaltung"Der Inhalt des Buchens klingt auf jeden Fall sehr interessant, doch sobald man sich hineingelesen hat, denkt man sich "wie altmodisch ist der Autor denn bitte?" Aber egal, er baut auf seiner eigenen Untersuchung auf, die interessant sein kann, für mich jedoch nicht so sehr (es geht um französische Familien und ihr Essverhalten) Steht alles in der Inhaltsangabe, die es bei Amazon auch einzusehen gibt.Manche stellen sind interessant und für meine Arbeit gut zu nutzen, andere wiederholen sich manchmal in den Kapiteln, das geht einem auf die Nerven.Versand wie immer optimal!

  • H. Becker
    2019-04-05 07:09

    Das Buch bietet eine Fülle von überraschenden Enthüllungen hinsichtlich des Einflusses, den Nahrung, Mahlzeiten und Kochen auf die Menschen und ihr Zusammenleben ausüben.Ausgehend von den grundlegenden historischen Entwicklungen, widmet es sich in erster Linie unserer heutigen Situation, in der ein neues Ernährungsmodell sich mit aller Macht über den gesamten Planeten ausbreite, nämlich das "des Essers als reinem Konsumenten", verursacht durch das Zusammentreffen dreier Kräfte: die Emanzipation der Frauen, die zunehmende Autonomie der Individuen und das immer größere Angebot an neuen Produkten und Dienstleistungen. Der Mensch könne nun überall mit größter Leichtigkeit essen. Allein unter der Bedingung, dass er dafür bezahlen kann, habe er eine reichliche Fülle zur Hand. Der Kühlschrank sei anstelle des Herdes zum Zentrum der häuslichen Nahrungsorganisation geworden und trage in ungeahntem Ausmaß zur Auflösung der kollektiven Disziplin des gemeinsamen Essens bei. Obwohl er damit auch am Abbau der innerfamiliären Verbundenheit beteiligt sei - denn die gemeinsamen Mahlzeiten bewirkten eine Stärkung der Familienbande - komme er andererseits dem Wunsch des Individuums nach Autonomie und Freiheit entgegen. Das neue Ernährungsmodell der fortschreitenden Individualisierung entwickle sich unerbittlich, doch das Gegenmodell der um den Tisch versammelten Familienmitglieder, die beim gemeinsamen Essen das Band knüpfen, das sie zusammenhält, bewahre eine umso größere Anziehungskraft.Das Buch gibt zahlreiche Denkanstöße, indem es die Augen öffnet für das, was hinter der profanen Alltäglichkeit unserer Ernährungsgewohnheiten verborgen liegt. Nicht selten scheint es mir den Nagel auf den Kopf zu treffen und zum Kern der Wahrheit vorzudringen. Von allen Seiten beleuchtet es die zahlreichen, oft sehr widersprüchlichen Facetten, die unser Verhältnis gegenüber unserer Ernährung bestimmen, und lässt vieles in einem neuen Licht erscheinen.

  • Livat Lee
    2019-03-27 12:11

    Einige Infos sind ganz interessant. Was mich aber am meisten genervt hat, sind die vielen Nadines, Claudines, Pierres und ihre merkwürdigen Ansichten, wie Essen abzulaufen hat. Das hat was von den amerikanischen Beziehungsbüchern der 60/70er Jahres, wo dann die Pauls und Cindys bei ihrem Beziehungsgewürge seitenlang beobachtet und kommentiert wurden, so als ob jemand bei der Paartherapie den Kassettenrecorder abgetippt hätte. Furchtbar!

  • Zwerg Zwetschge
    2019-04-25 05:44

    Ein streckenweise unglaublich spannendes Buch des französischen Soziologen Jean-Claude Kaufmann ist dieses über die "Kochenden Leidenschaften". Essen und Trinken und welche Rolle das ganz Alltäglich eigentlich für das Be- und Entstehen von Partnerschaft und schließlich Familie spielt. "Der Küchenchef kocht täglich was verbindet und er verbindet durch das was er kocht." (S.309) Der "er" ist auch in der heutigen Gesellschaft, so Kaufmann, meist als eine "sie" zu verstehen. Um den Essenstisch konstituiert sich die Familie, an dieser besonderen Kommunikationssituation hat sich offenbar seit Jahrtausenden nichts geändert. Kaufmann legt in diesem Buch dar, wie moderne Erscheinungen, wie die schnelle Küche, Emanzipation und immer rascher wechselnde Auffassungen von gesunder Ernährung ihren Einfluss nehmen. Das gemeinsame Essen ist dadurch jedenfalls mehr und mehr Gegenstand von Aushandlung zwischen den Geschlechtern. Wie ist es möglich, dass sich zwei unterschiedliche "Esstraditionen" aufeinander zu bewegen, und was kann dabei herauskommen, wenn unterschiedliche Geschmacksvorlieben und verschiedene Auffassungen von Rollen aufeinandertreffen? Ein sehr spannendes Feld, das in diesem Buch angeschnitten wird, v.a. in Bezug auf das familiäre Zusammenleben. Das Buch, das sollte man vielleicht noch dazu sagen ist natürlich sehr auf die Verhältnisse in Frankreich gemünzt, hier haben auch die Interviews stattgefunden, aber auf diese Weise werden auch dem hiesigen Leser Vergleiche möglich. Manchmal tritt "Kochende Leidenschaft" in seiner (sicher notwendigen) Ausführlichkeit ein bisschen auf der Stelle. Insgesamt überwiegt aber der positive Eindruck einer spannenden Studie zwischen Soziologie und Kulturwissenschaft und ich würde mich freuen, wenn eine entsprechende Arbeit auch für Deutschland vorliegen würde.