Read Jimi Hendrix: Eine Biographie by Klaus Theweleit Online

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F r die New York Times war er der schwarze Elvis Presley , f r Musikerkollegen wie Miles Davis und Eric Clapton eine Quelle der Inspiration Als er beim Woodstock Festival 1969 die US Nationalhymne elektronisch erh hte, wurde das der Abgesang auf den amerikanischen Traum und zugleich seine Neubegr ndung James Marshall Hendrix, geboren 1942 in Seattle, war einer der einflussreichsten Musiker des 20 Jahrhunderts Er ver ffentlichte zu Lebzeiten nur f nf offizielle Alben, doch sein innovatives und experimentelles Gitarrenspiel pr gte die Rockgeschichte Klaus Theweleit und Rainer H ltschl beschreiben Leben und Werk dieses einzigartigen K nstlers, dessen Musik bis heute nichts von ihrer Magie verloren hat....

Title : Jimi Hendrix: Eine Biographie
Author :
Rating :
ISBN : 3871346144
ISBN13 : 978-3871346149
Format Type : Other Book
Language : Deutsch
Publisher : Rowohlt Berlin Auflage 2 1 November 2008
Number of Pages : 189 Pages
File Size : 872 KB
Status : Available For Download
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Jimi Hendrix: Eine Biographie Reviews

  • Gerhard Mersmann
    2019-03-04 04:27

    Biographien nach klassischem Muster sind geschnitten für mediokre Figuren. Nimmt man große Innovatoren, Charismatiker oder Visionäre mit diesem Mittel ins Blickfeld, so kann die klassische Biographie ziemlichen Unsinn hervorbringen. Da werden schnell einmal Kindheitserlebnisse hoffnungslos überzeichnet, Anekdoten bekommen eine Schlüsselposition oder der überforderte Biograph beschreitet die Korridore der Mystifikation, ohne sich dessen bewusst zu sein. Die Figur des Jimi Hendrix hat seit seinem frühen Tod im Jahr 1970 bereits alle Varianten nach sich gezogen und nur wenigen, die sich an den schon zu Lebzeiten zum Mythos entwickelten Musiker wagten, haben es vermocht, das Werden und Schaffen dieses musikalischen Giganten ohne Verblendung zu beschreiben und einige der vielen Rätsel zu entschlüsseln.Mit der 2008 erstmals erschienen Biographie von Klaus Theweleit und Rainer Höltschl ist es gelungen, die literarische Form für das zu Beschreibende und Analysierende zu finden. Mit einer Dynamik kleist'scher Dimension, die das Prinzip der vorwärts strebenden Handlung adaptiert und einer Dramaturgie, die die gewöhnlichen Spannungsmomente einer tradierten Biographie ausschließt, entwerfen die Autoren ihren Plan, der der revolutionären Dimension von Hendrix' Werk sehr gut entspricht.So beginnt das Buch gleich mit dem tragischen Countdown der letzten Lebensmonate und beschreibt die immer schlechter werdenden Konzertauftritte, weil ein vom Booking gieriger Manager und dem eigenen Schaffensdruck ruinierter junger Mann, der bereits körperlich das Greisenhafte als Vorboten des finalen Endes spürt, einfach nicht mehr kann. Erst danach dringen die Autoren in die Kindheit ein, um mit der Treffsicherheit von Jägern die prägenden Erlebnisse aufspüren, um sich schnell wieder zu entfernen und mit der Entmystifizierung des Produkts Jimi Hendrix zu beginnen. Der Leser erfährt schnell, dass die Bühnenakrobatik des hinter dem Kopf und mit den Zähnen spielenden Gitarristen zum Standardrepertoire eines jeden gehörte, der auf den Tourneen des Chitlin'Circuit im Süden gehörte.Der Musiker, Komponist, Lyriker und Techniker Jimi Hendrix musste gegen die eigene Produktvorstellung kämpfen, um das machen zu können, wovon er überzeugt war, dass es zu seinem Auftrag gehörte. Nächtelang frickelte er in Studios herum, um den richtigen Sound zu finden, er träumte von Farben und spielte in seiner Vorstellung in diesen und er schrieb Texte, die nicht allein durch den Treibstoff Droge, mit dem er dieses Tempo durchhielt, zu erklären sind. Das Buch macht deutlich, dass Galaxien und Energien das Medium dieses Musikers waren, der mit 27 Jahren und seiner Experience der Welt drei Alben hinterließ, die mit analoger Hörgewohnheit nicht mehr begriffen werden konnten und weit davon entfernt sind, auf digitale Dimensionen reduziert werden zu können.Das Buch hat inspiriert, wieder und wieder einmal ein Stück der Jimi Hendrix Experience anzuhören, weil ich seelisch nur kleine Dosen aushalte. Ich habe mehr davon begriffen, und das ist ein Verdienst der Autoren. Mit meinen Emotionen bleibe ich jedoch alleine, und die haben mir schon immer suggeriert, dass da Energien im Spiel sind, die ich nie werde zu ende fühlen können, between the sun and the bottom of the deep blue sea'

  • Dieter Reimprecht
    2019-02-27 08:12

    Jimi Hendrix war für mich einer der ganz großen Musiker. Es ist interessant zu lesen wie er sich entwickelte, wie er ständig übte, welches Equipment er nutzte, und mit welchen Musikern er zusammen spielte. Aber furchtbar langweilig und unrealistisch sind die Beschreibungen seiner Musik, diese Beschreibungen gehen für mich zu sehr ins Esoterische. Ich bin selbst Musiker und weiß wie man komponiert und spielt. Die Musikbeschreibungen sind ohne Details, ohne greifbaren Inhalt, einfach viel zu langes Gefasel um angeblich Übersinnliches. Das Buch fängt gut an, aber ab den Songbeschreibungen wird es zäh.

  • renate sonntag
    2019-03-14 07:30

    Hier wird sprachlich sehr gut mit einer angenehmen Mischung aus Humor und 'Derbheit' das Leben von Hendrix beleuchtet. Ich finde es sehr inspirierend, dem Autorenteam zu folgen und immer wieder anspruchsvolle Sprache zu lesen, die immer wieder Assoziationen und Bilder abruft und auch kurze Statements Bildhaftigkeit erzeugt. Habe lange keine so gute Biografie mehr gelesen.

  • Volker Wrusch
    2019-03-21 08:28

    Dieses Buch ist eher schwere Kost, kein einfaches Fan-Buch. Wie in fast allen seinen Büchern schreibt THEWELEIT brillant, pointiert, tiefschürfend und intelligent -und immer knapp am Thema vorbei - genial daneben. Auch hier. Zu loben ist, dass THEWELEIT den popkulturellen Hintergrund der Musik von Jimi Hendrix in unvergleichlich dichter Form analysiert. Die Verbindung von Rockmusik und Politik der 68er Generation ist konstitutiv, die Avantgarde drückte sich in bestimmten gesellschaftskritischen Überzeugzungen und in der Musik aus, die sie gegenseitig durchdrangen. Ähnlich war um die Jahrhundertwende vom 19. ins 20. Jahrhundert die Verbindung von Malerei und Gesellschaftskritik. Diesen Zusammenhang von Kunst und Gesellschaftskritik habe ich noch nie so gut beschrieben gelesen wie in diesem Buch. Leider verpufft die Wirkung ziemlich, weil der Rest des Buches in Widerspruch zu dieser kritischen Bestandsaufnahme steht. Denn da folgt die übliche Hagiographie toter Popidole, die sich nicht mehr wehren können. Nur tote Popgrößen sind gute Popgrößen weil sich dann solipsistisch alles, was einen behagt in sie projiziert werden kann. Man denke nur an John Lennon im Vergleich zu Paul McCartney. Jimi HENDRIX hat fantastisch gute Musik gemacht, die Bestand haben wird, but it's just Rock 'n Roll and we like it.