Read Die Lutherverschwörung by Christoph Born Online

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Wittenberg, 1521 Wer ist der unbekannte Pilger, der immer wieder unter fadenscheinigen Gr nden in Cranachs Malerwerkstatt auftaucht Jost, ein S ldner, beobachtet ihn genau und kommt dabei einer Verschw rung gegen Martin Luther auf die Schliche Ein historischer Roman rund um die Reformation und den Reichstag zu Worms....

Title : Die Lutherverschwörung
Author :
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ISBN : 376554311X
ISBN13 : 978-3765543111
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : Brunnen Auflage 1 3 Januar 2017
Number of Pages : 320 Seiten
File Size : 896 KB
Status : Available For Download
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Die Lutherverschwörung Reviews

  • Amazon-Kunde
    2018-11-22 14:03

    Irgendwo zwischen *nicht schlecht* und *gefällt mir*, liegt mein Bauchgefühl für diesen historischen Roman. Bewundernswert, der glaubhafte, bildstarke und auf gründlicher Recherche (vermutlich Bestandteile seiner Dissertation) beruhende, mittelalterliche Hintergrund für die fiktiven Ereignisse im Frühjahr 1521.Diese detailreichen, aufreihenden Beschreibungen sind einerseits Stärke des Romans, aber auch seine gleichzeitige Schwäche. Über etliche Seiten hinweg hatte ich den Eindruck, der Autor beschreibt einem Blinden ein Gemälde und erst im Anhang fand ich eine mögliche Erklärung. Um sich dieser Zeit anzunähern, studierte Christoph Born tatsächlich zahlreiche Holzschnitte und Gemälde dieser Zeit. Natürlich sind wir Leser auf ein gedankliches Szenenbild angewiesen, um den Protagonisten der Handlung nahe zu kommen, aber wir bekommen hier Dinge gezeigt, die aus der gewählten Perspektive so nicht sichtbar wären (eben nur für Maler) oder für den Ablauf schlicht unerheblich sind. Den überdies täglichen "Wetterbericht" fand ich zuweilen sogar nervig. Hingegen hätte den Personen etwas mehr Tiefe - über die distanzierte, rein äußerliche Betrachtung hinaus - gut getan. So betrachtet der Leser eben nur, ist aber nicht immer mittendrin.Da die Hauptfiguren um Luther frei erfunden sind und es diese Verschwörung zwar gegeben haben könnte, aber nicht wirklich gab, wissen wir auch, dass Luther nicht durch ein Attentat umkam, wodurch diesem Erzählstrang die Spannung grundsätzlich versagt blieb. Unzählige Nebenereignisse sollten diese Lücke füllen, waren aber, nach meinem Geschmack, irgendwie "overdone" (z.B. die "Sturmszene" - mehr will ich nicht verraten).Die gewählte Sprache ist schlicht und der kurze Satzbau und die ebenso kurzen Kapitel könnten auch jüngeren Lesern schon Freude machen. Einen historischen Roman zu lesen, wäre nicht die schlechteste Freizeitbeschäftigung und macht vielleicht Appetit auf Geschichtsthemen, die nur in Fakten genossen allzu dröge daher kämen.

  • Sonnenwind
    2018-11-23 12:06

    Im Jahr 500 nach der Reformation ist Luther natürlich Tagesgespräch. Und es kommen haufenweise Bücher auf den Markt, die diese Zeit behandeln. So wie dieses – obwohl es nicht mehr ganz taufrisch ist.Sehr ansprechend in Romanform verpackt und soweit möglich an den geschichtlichen Tatsachen orientiert, bietet uns der Autor einen interessanten Einblick in die Zeit der Reformation. Wir erleben Luther in seinem Alltag, betrachten seine Kämpfe und lernen seine Ansichten kennen. Ebenso begegnen wir seinen Freunden und Bekannten – und seinen Feinden. Dadurch versteht man vieles besser, kann sich in die Umstände hineindenken und darüber nachdenken, wie man selbst in derselben Situation empfunden und entschieden hätte.Einige Personen, die so nicht überliefert sind, werden mit persönlichen Schicksalen erwähnt, was das Ganze sehr warm und farbig macht.Spannend und unterhaltsam geschrieben und sehr angenehm zu lesen! Was mir allerdings gefehlt hat: Obwohl es hier um Luther geht, der sich wohl mehr als jeder andere darum verdient gemacht hat, das Evangelium zu den Menschen zu bringen, kommt im ganzen Buch kaum etwas vom Evangelium vor. Erwähnt wird nur, mit welchen speziellen Lehren Luther selbst kämpfen mußte, aber vom Evangelium der Befreiung vom Zwang des Katholizismus und der Freiheit des Glaubens kommt sehr wenig vor. Ein Sachbuch mit guter Unterhaltung, aber kein Buch, das zum Glauben ermutigt.

  • LEXI
    2018-11-25 12:05

    „Ich träume davon, dass die Ungleichheit zwischen den Menschen schwindet. Ich träume davon, dass einfache Leute, die nie eine Universität besuchten, die Wahrheit erkennen – und ich träume davon, dass jedem, alt und jung, arm und reich, Mann und Frau, der unmittelbare Weg zu Gott offen steht. Das ist mein großer Traum!“Angesichts von Titel, Buchcover und Klappentext ist bereits auf den ersten Blick klar, worum es in diesem Buch geht, nämlich um den Augustinermönch und Theologie-Professor Martin Luther, von der Bevölkerung in Wittenberg Doktor Martinus genannt. Die Handlung dieses Kriminalfalls beginnt mit einem kurzen Prolog im Rom des Jahres 1510, konzentriert sich jedoch anschließend auf Wittenberg im Jahre 1521, einige Zeit nach Luthers Thesenanschlag. Der glänzende Prediger Martin Luther hat sich mit der Veröffentlichung seiner Thesen gegen den Ablasshandel bei einigen Würdenträgern große Feinde gemacht, die römische Kirche bekämpft ihn, und es wird ein Kirchenbann über ihn verhängt. Als Luthers bester Freund Lucas Cranach von einem Mordkomplott gegen Luther erfährt, sucht er eine Unterredung mit dem beliebten Theologen. Der sächsische Kurfürst Friedrich stellt Luther ein Mitglied seiner Schutztruppe für besondere Aufgaben zur Seite, der als sein persönlicher Leibwächter für seine Sicherheit sorgen soll. Nach anfänglichem Sträuben stimmt Luther zu und der umgängliche Jost Gessner weicht von diesem Moment an nicht mehr von seiner Seite. Gessner ist zwar eine erfahrene Führungspersönlichkeit und blickt auf ein ereignisreiches und gefährliches Leben zurück, der gedungene Mörder weist jedoch ähnliche Qualifikationen auf und ist ein würdiger Gegenpart in diesem Roman. Ihn aufzuspüren und seinen Mordplan zu vereiteln, scheint eine schier unlösbare Aufgabe – immer wieder entzieht sich der listenreiche Mann seinen Verfolgern. Als Luther schließlich zum Reichstag geladen wird, begleitet ihn nicht nur Jost als sein Beschützer, auch der Mörder ist bereits unterwegs nach Worms…Bei „Die Luther Verschwörung“ handelt es sich um einen Spannungsroman, dessen Ausgang bereits vorab bekannt ist. Es ist also nicht die Frage, „ob“, sondern vielmehr „wie“ der gedungene Mörder von seinem Anschlag auf Martin Luther abgehalten werden konnte. Der Autor bedient sich hierbei des Protagonisten Jost Gessner, der als Luthers Leibwächter eine zentrale Rolle im gesamten Buch einnimmt. Durch Wulf Kramer als Antagonist wird der Spannungsbogen geschickt aufrecht erhalten. Man erfährt einiges über Luthers besten Freund Lucas Cranachs und dessen Familie, dessen Angestellte Anna übernimmt den Part der weiblichen Protagonistin.Die handelnden Figuren waren zwar interessant dargestellt, sie schafften es jedoch nicht, mich emotional einzubeziehen. Zudem empfand ich einige Passagen dieses Romans für einen christlichen Verlag etwas unangebracht. Achtung: da ich die Begründung für meine Bewertung nicht anführen kann, ohne zu Spoilern, möchte ich potenzielle Leser auf diese Tatsache ausdrücklich hinweisen und diese ersuchen, nicht weiter zu lesen!Was mich in diesem Roman besonders störte, waren der liderliche Lebenswandel bestimmter Figuren und die Beschreibung einiger Szenen. Der Protagonist unterhält beispielsweise eine jahrelange freundschaftliche und zugleich intime Beziehung zu einer Hure, und landet nach der Bekanntschaft mit Cranachs Angestellter Anna zugleich auch mit dieser im Bett, noch dazu, während Annas kleine siebenjährige Tochter neben den beiden liegt. Dies war nur einer von mehreren Faktoren, die mir die Lektüre dieses Buches ein wenig verleidet haben. Ich wähle meine Lektüre grundsätzlich bewusst aus und lese bis auf wenige Ausnahmen weitgehend nur noch christliche Romane und Sachbücher. Diese garantieren in der Regel für entsprechende Inhalte, das Fehlen von Fäkaljargon sowie anzüglicher Szenen, und selbstverständlich ein bestimmtes inhaltliches und sprachliches Niveau. In einem Buch aus einem christlichen Verlag jedoch Berichte über sexuelle Ausschweifungen wie bereits beschrieben zu lesen, hat einen seltsamen Nachgeschmack und ist für mich ein triftiger Grund für eine Abwertung.Fazit: Ich hatte aufgrund des Klappentextes und der Leseprobe eine hohe Erwartungshaltung. „Die Luther-Verschwörung“ weist zwar einen gewissen Spannungsbogen auf und liefert historische Fakten zu Martin Luther, hat meine Erwartungen jedoch leider nicht erfüllt.