Read Kleine Aussichten: Roman by Alice Munro Online

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Der einzige Roman der Nobelpreistr gerin Alice Munro ein fr hes Meisterwerk In der Anlage autobiographisch, nicht aber in den Details , so hat Alice Munro ihren Roman Kleine Aussichten beschrieben Die junge Del Jordan w chst auf der Fuchsfarm ihres Vaters in dem verschlafenen Provinznest Jubilee auf Ihre Freundinnen interessieren sich f rs Heiraten, die Tanten sind mit Bodenschrubben, Backen, B geln und der Suche nach Gott besch ftigt Als die Mutter ein Haus in der Stadt mietet, lernt Del eine neue Welt kennen Die der B cher, der ersten Liebe, der Suche nach einem eigenen Platz in der Welt Das virtuose Portr t einer jungen Frau und einmal mehr Weltliteratur....

Title : Kleine Aussichten: Roman
Author :
Rating :
ISBN : 359603261X
ISBN13 : 978-3596032617
Format Type : Kindle Edition
Language : Deutsch
Publisher : FISCHER Taschenbuch Auflage 1 26 November 2015
Number of Pages : 336 Seiten
File Size : 689 KB
Status : Available For Download
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Kleine Aussichten: Roman Reviews

  • leseweise
    2019-04-21 07:55

    Alice Munro wurde zu Recht als "Meisterin der kleinen Form", sprich der Kurzgeschichte bzw. Erzählung bezeichnet und dafür hat sie auch den Nobelpreis erhalten.Dieser Roman ist nicht annähernd so lesenswert wie alle ihre Erzählungen.Im Gegenteil - durch seine Weitschweifigkeit verliert man schnell die Freude an ihrer Geschichte. (Dazu ist diese Ausgabe so klein gedruckt, dass sie für über Fünfzigjährige kaum noch lesbar ist).Das Milieu ist aus den Geschichten bekannt, dort zieht ,was hier langweilt, in den Bann.Munro selbst hat nicht viel von ihrem einzigen Roman gehalten, vielmehr ist sie bewusst bei der short story geblieben.

  • J. Freund
    2019-05-17 08:43

    Der Roman ist unter zwei Gesichtspunkten interessant:(1) Er schildert die innere Entwicklung eines kleinen Mädchens bis zu ihrer ersten Liebesgeschichte in der Nachpunbertät. Dabei spielen Einflüsse des Elternhauses, insbesondere der Einfluss der etwas eigenwilligen Mutter eine Rolle.(2) Er schildert die ungeschriebenen Regeln im Miteinander und die Lebensbedingungen der Einwohner einer Kleinstadt im kanadischen Osten.Die Übersetzung ist gut.

  • Amilyn
    2019-05-21 07:33

    (Hier steht leider keine Zusammenfassung des Inhalts)In diesem einzigen Roman der Literaturnobelpreisträgerin Alice Munro merkt man an jeder Stelle, dass die Autorin fast ausschließlich Kurzgeschichten schreibt. Die Geschichte eines Mädchens, das in Kanada irgendwann in der Nachkriegszeit aufwächst, besteht einzig aus Anekdoten, die die Protagonistin zu erzählen hat. Der Leser erfährt nicht, wann genau es spielt, der Leser erfährt nur einmal das aktuelle Alter des Mädchens, zwischen Seite 90 und 100 erfährt man überhaupt erst ihren Namen, Del, für was auch immer das die Abkürzung sein mag.Einmal erzählt Del also von der Heirat eines Freundes der Familie, einmal von ihren beiden Tanten, einmal davon, wie sie dazu kam, eine andere Kirche zu besuchen als ihre Familie und so weiter und so fort. Ein Ziel, einen Plot oder nur einen roten Faden, bis auf, dass Del älter wird, gibt es nicht. Dass sie überhaupt älter wird, merkt der Leser jedoch nur, weil sie später vages Interesse an jungen Männern zeigt.Das war mir einfach zu wenig.Da ich Kurzgeschichtensammlungen nicht allzu gerne lese, habe ich, um diese Autorin zu entdecken, extra ihren einzigen Roman gelesen. Trotzdem wirkt jede Episode aus Dels Leben wie eine Kurzgeschichte, und da es sich technisch gesehen um eine einzige große Geschichte handelt, um einen Roman eben, hatten diese Episoden weder einen richtigen Anfang, aber vor allem kein Ende. Das hat gut die Hälfte des Buches funktioniert, dann aber, als ich merkte, dass diese eine Sache, um die es in dem Buch gehen sollte, wohl einfach nicht kommt, weil es sie einfach nicht gibt, hat es mich ziemlich genervt.Vor zehn bis zwanzig Jahren hätte mich so etwas nicht gestört. Das Buch hätte damals locker die 5***** von mir kassiert. Aber gerade, seit ich mich selbst mehr mit dem Handwerk im kreativen Schreiben beschäftige, komme ich mit dieser Plot-losen Nicht-Struktur nicht mehr so gut klar.Dabei ist der Schreibstil großartig. Alice Munro hat genau die richtige Balance zwischen langen und kurzen Sätzen, Einschüben, Ausklammerungen und knappem Auf-den-Punkt-bringen, die ich gerne lese. Ihre Beschreibungen sind intelligent, überlegt und trotzdem lesbar. So, wie sie Del ihre Umwelt und ihre Mitmenschen mit einem einzigen Satz beschreiben lässt, schafft sie es, ein Bild zu erschaffen, für das andere Autoren zwei Seiten benötigen (inklusive einer detailgenauen Beschreibung der Augenfarbe!)."Er stand mit vorgestrecktem Kopf da, den langen Körper gekrümmt wie ein Komma." (S. 247)Ich könnte aufs Geratewohl eine Seite in Kleine Aussichten aufschlagen und blind mit dem Finger auf die Seite tippen, ich würde einen phantastisch formulierten Satz herauspicken. Und das hat mich, wie gesagt, bis über die Hälfte bei der Stange gehalten. Doch dann war einfach die Luft raus. Auch der Schreibstil hat es nicht mehr rausreißen können, die praktisch nicht vorhandene Story hat genervt. Ja, es mag viel Inhalt in dem Buch sein. Ja, Del ist eine tolle Beobachterin, eine sehr gute, wenn auch nicht über die Maßen sympathische Protagonistin. Ja, hier steckt jede Menge Intelligenz, Tiefsinn und Substanz drin. Aber das war mir einfach nicht genug.Fazit: Ein phantastischer Schreibsti, aber worum geht es überhaupt? Die Geschichte eines Mädchens, das über einen langen Zeitraum namen- und alterslos bleibt, wird in verschiedenen Episoden erzählt, die nirgendwo hin führen. Am Ende kann ich hier leider keinerlei Zusammenfassung geben, weil es keinen Plot und keinen roten Faden gibt. Aufgrund des Schreibstils und der Atmosphäre gibt es von mir noch 3***.

  • aviatrice
    2019-05-05 04:48

    Alice Munro braucht keine komplizierten Verwicklungen, keine grausamen Morde und keine Dramen, um Spannung zu erzeugen. Sie erzählt die Geschichte von Della Jordan, die in den Vierziger Jahren in dem verschlafenen kanadischen Provinznest Jubilee aufwächst und erkennt, daß es dort für Mädchen nur den einen Weg gibt: zu heiraten und Kinder zu bekommen. Liebevoll und detailgenau beschreibt sie die Charaktere. Da ist Onkel Benny, der eigentlich niemandes Onkel ist und jeden Tag die gleiche Kleidung trägt: Gummistiefel, Overall und ein Sakko. Oder Miss Farris, die alleinstehende Lehrerin, der das alljährlich aufgeführte Singspiel einen Hauch von Glanz verleiht und die sich Jahre später im Fluss ertränkt. Und Dellas Mutter, die sich unter erheblichen Entbehrungen ihre Schulbildung erkämpfte und futuristische Visionen vom Leben der Menschen in der Zukunft hegt. Dellas Rebellion gegen sie besteht darin, daß sie in eine andere Kirche geht.Alice Munro ist eine wunderbare Erzählerin. Ihre Wortwahl ähnelt oft mehr einem gemalten Bild. Es ist, als wäre eine flüchtige Ahnung, kaum gefühlt, so in Worte umgesetzt, daß man beim Lesen denkt: Ja, ganz genau so ist es. Ein Beispiel ist das alljährliche Singspiel in der Schule. Wochenlang haben die Kinder dafür geübt. "Dann kam der Abend selbst. Die Zeit war da, das Publikum dicht gedrängt, all das Geschiebe, Husten, herausgeputzte Erwartung, wo wir gewöhnt waren, Dunkelheit und Echos zu finden. Die Bühne war so viel heller und Häuserfronten aus Pappe und einem Brunnen aus Pappe so viel voller, als wir uns jemals vorgestellt hatten. Es spielte sich alles zu schnell ab, und dann war es aus, vorbei; es war nicht wichtig, wie es gemacht worden war, es musste so genügen, konnte nicht wieder gutgemacht werden. Nichts konnte wieder gut gemacht werden. Nach all den Proben war es fast unglaublich, dass die Aufführung tatsächlich stattfand."Diese an sich schlichte Geschichte ist so spannend erzählt, daß ich mich kaum von dem Buch losreißen konnte und es überall hin mitnahm. Unbedingt lesenswert!