Read Hass, Neid, Wahn: Antiamerikanismus in den deutschen Medien by Tobias Jaecker Online

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Wildwestgebaren, Raubtierkapitalismus, Hollywoodschund die Klage ber vermeintlich typisch amerikanische Zust nde ist in Deutschland verbreitet Tobias Jaecker fragt nach den Ursachen, der Funktionsweise und den Auswirkungen des Antiamerikanismus Er untersucht dazu mediale Kontroversen aus Politik, Wirtschaft und Kultur von 9 11 ber Obama bis zur Finanzkrise Im Mittelpunkt der Analysen stehen die allt glichen stereotypen Bilder, die in Zeitungsartikeln, Filmen und Popsongs, aber auch auf Zeitschriftencovern und in Karikaturen zum Vorschein kommen Das Ergebnis f hrt eindringlich vor Augen, dass der Antiamerikanismus im 21 Jahrhundert als Welterkl rungsmuster dient, um gesellschaftliche Umbr che und Missst nde scheinbar schl ssig zu deuten Er kann sich so zu einer gef hrlichen Ideologie verdichten....

Title : Hass, Neid, Wahn: Antiamerikanismus in den deutschen Medien
Author :
Rating :
ISBN : 3593500663
ISBN13 : 978-3593500669
Format Type : PDF
Language : Deutsch
Publisher : Campus Verlag Auflage 1 13 Februar 2014
Number of Pages : 496 Pages
File Size : 683 KB
Status : Available For Download
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Hass, Neid, Wahn: Antiamerikanismus in den deutschen Medien Reviews

  • Maverick
    2019-04-06 11:35

    Also ich habe jetzt zwar erst 50 Seiten gelesen, aber bisher langweilt mich das Buch massiv und ich habe doch starke Zweifel, dass sich daran noch was ändern wird und der Inhalt auf den nächsten Seiten in eine andere Richtung umschlägt.Grundsätzlich finde ich es positiv, dass das Buch in einem sehr wissenschaftlichen Charakter gehalten ist. Man merkt, dass der Autor bemüht ist, nicht in Populismus zu verfallen, sondern sehr sorgfältig und klar strukturiert vorzugehen. Grundsätzlich ist das ja gut. Ich selbst studiere Politikwissenschaft und bin deshalb wissenschaftliche Literatur gewohnt.Allerdings frage ich mich bei diesem Buch nach den ersten 50 Seiten doch ein wenig, wohin der Autor eigentlich will. Ich habe mir dieses Buch in der Hoffnung gekauft, dass der Autor darin zwei Dinge zu belegen versucht: 1. erst mal grundsätzlich, DASS es diesen Antiamerikanismus überhaupt gibt und 2. vor allem, dass dieser Antiamerikanismus zu Unrecht existiert, weil viele antiamerikanische Behauptungen empirischer Unsinn sind.Ich persönlich bin von diesen beiden Punkten absolut überzeugt (auch wenn ich die USA nicht grenzenlos in jeder Hinsicht verteidige, sondern auch der Meinung bin, dass es vieles gibt, dass man zurecht kritisieren sollte) und wollte einfach mal etwas lesen, das meine Ansicht unterstützt und anschaulich bestätigt. Allerdings habe ich meine Zweifel, ob es in diesem Buch überhaupt um diese beiden Punkte geht.Nach 50 Seiten stelle ich fest, dass es hier bisher um nichts anderes als eine reine Deskription geht. Es wird einfach nur deskriptiv dargestellt, was in medialen Kreisen über die USA berichtet wird. Und das finde ich nicht nur langweilig, sondern irgendwie auch sinnlos. Das Unterkapitel zu 9/11 hätte ich fast komplett übersprungen, weil dort einfach absolut nichts vorkommt, das man nicht schon hunderttausende Mal gehört hat. Wenn ich mir dann die weiteren Kapitel und Unterkapitel ansehe, kann ich mir nicht vorstellen, dass sich etwas an diesem bloßen deskriptiven Charakter ändern wird. Oder täusche ich mich da? Ich würde mich freuen, wenn mir jemand mitteilen könnte, ob ich da richtig oder falsch liege. Denn eigentlich habe ich gar keine Lust, überhaupt noch weiterzulesen, wenn die nächsten mindestens 200 Seiten ebenfalls rein deskriptiv sind. Das finde ich absolut uninteressant, denn DASS es eine massive, absolut negative mediale Berichterstattung und damit auch ein solches Meinnungsbild in weiten Teilen der Bevölkerung zu den Themen Politik, Wirtschaft und Kultur gibt, steht doch außer frage. Da muss ich keine gähnend langweiligen 259 Seiten lesen. Lediglich ab Kapitel 3 könnte es vielleicht wieder spannender werden. Dem Inhaltsverzeichnis und den Namen der Unterkapitel nach zu urteilen, würde ich vermuten, dass wir hier der ersehnten Empirie deutlich näher kommen. Sollte ich also vielleicht einfach dort weiterlesen, wenn ich keine Lust auf bloße Deskription habe?

  • Claudia Dannenberg
    2019-04-02 11:21

    'Hass, Neid, Wahn' ist extrem spannend. Auch deshalb, weil der Autor nach einem kurzen Überblick zum Thema gleich loslegt und die vielzähligen antiamerikanischen Debatten seit der Jahrtausendwende nachzeichnet. So vermeidet er den Fehler vieler anderer Autoren, die sich die Realität nach einer bestimmten Theorie zurechtzubiegen. Im Gegenteil: Erst aus den Beispielen, die er bringt, leitet er bestimmte wiederkehrende Argumentationsweisen und stereotype Bilder ab. So kann er den Antiamerikanismus, der ja sehr umstritten ist, überhaupt erst klar definieren.Der Autor diskutiert den grassierenden Antiamerikanismus anschließend auch vor dem Hintergrund der jüngeren Krisen, Konflikte und Kriege. Er zeigt, dass dieser in Zeiten der Globalisierung als allzu einfache Erklärung dient, um alle möglichen Probleme Amerika in die Schuhe zu schieben. Ein wichtiges, erhellendes Buch - klare Leseempfehlung.

  • ApX
    2019-03-28 10:39

    In den deutschen Medien wird über kein anderes Land so negativ berichtet, wie über die USA, es vergeht keine Woche in der nicht mal wieder die "amerikanischen Zustände" angeprangert werden. Zum Vergleich, über die Zuständen in den BRICS-Staaten hat hier kaum einer eine Vorstellung.Wenn über Amerika gesprochen wird, dann nur im Zusammenhang mit Geldgier, Fettsucht, Amokläufen, rassistischen Polizisten und fehlende Sozialsysteme. Ein gutes Wort über Amerika verlieren ? bloß nicht, das grenzt hierzulande schon an politische Inkorrektheit. Diese Erfahrung habe ich schon in meiner Schulzeit machen müssen.Das Buch zeigt wie ein Land das den USA viel verdankt, mehr als es ihnen je zurückdanken könnte, zu einer Gesellschaft verkommen ist, in der Antiamerikanismus zum guten ton gehört.Es scheint als hätten die 68er ihren Marsch durch Institution erfolgreich bestritten, US-Bashing ist zur Tugend erhoben worden, die Feinde Amerikas wird es freuen.

  • Michael Bräuniger
    2019-04-14 11:41

    Dieses Buch kommt zur richtigen Zeit. Denn Antiamerikanismus ist so populär wie lange nicht mehr. Das liegt sicher auch an NSA & Co. – allerdings zeigt Jaecker hier erfrischend sachlich und nachvollziehbar, worin sich der Antiamerikanismus von der Kritik an der US-Politik unterscheidet: Er richtet sich pauschal und abschätzig gegen Amerika und die Amerikaner – und macht sie verantwortlich für alle Übel dieser Welt.Als äußerst hilfreich erweist sich dabei, dass der Autor nicht nur zahlreiche Debatten zur Bush- und Obama-Politik auseinandernimmt, sondern sich auch der Finanzkrise, der „Heuschrecken-Debatte“ und anderen Diskussionen in den deutschen Medien widmet – nicht zuletzt auch aus dem kulturellen Bereich (etwa der oft zu hörenden Behauptung, die Amerikaner würden sich schlecht ernähren oder seien dumm und oberflächlich). Auch viele Zeitschriftencover und andere Bilder werden diskutiert und abgedruckt, zum großen Teil sogar in Farbe. Das macht das Buch besonders anschaulich. In einem spannenden historischen Kapitel wird zudem deutlich, dass sich viele der gängigen Stereotype schon in Pamphleten aus dem 19. Jahrhundert finden.Bahnbrechend ist schließlich, wie der Autor das typische antiamerikanische Argumentationsmuster aufblättert: Es basiert auf einem klaren Gut/Böse-Schema und projiziert alles Schlechte auf Amerika, oft noch angereichert mit Verschwörungstheorien.Jaeckers Buch dürfte das neue Standardwerk zum Antiamerikanismus in Deutschland werden. Es ist toll zu lesen. Ich kann es nur empfehlen.

  • Rami
    2019-03-30 12:27

    Habe das Buch gelesen und muss sagen, dass es einfach nur grottenschlecht ist. Was sich heutzutage als Autor schimpfen darf, unglaublich. Sein Blog ist genauso schlecht und voller Unwahrheiten. Hoffentlich verkauft sich dieses Buch dementsprechend schlecht. PS: Hab übrigens kein Geld dafür ausgegeben, jemanden wie diesen "Autor" sollte man nicht noch finanziell unterstützen.