Read Martin Buber: Was es heißt, ein Mensch zu sein. Biografie by Dominique Bourel Online

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Mit Buber zu denken hei t, Menschlichkeit zu erfahren Dominique Bourel Lasst uns den Menschen verwirklichen Mit diesem Appell beendet der deutsche Jude Martin Buber 1953 seine Dankesrede zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels Im Auditorium nicht wenige, die acht Jahre zuvor noch Nazi Uniformen getragen hatten Aber gerade das macht deutlich, worum es Buber ging Wie wird und wie bleibt ein Mensch wirklich Mensch Dominique Bourel erz hlt in dieser monumentalen Biografie den Lebens und Denkweg Martin Bubers Er zeigt ihn als einen H ter der Menschlichkeit in einem unmenschlichen Jahrhundert Ein Lebensweg in einer Haltung, die gerade in dieser Zeit Vorbild sein kann Der H ter der MenschlichkeitDie erste historisch kritische Biografie Martin BubersEine Auswertung von mehr als 50.000 bisher unver ffentlichten Briefen BubersVon erschreckender Aktualit t angesichts der Verrohung der Gegenwart...

Title : Martin Buber: Was es heißt, ein Mensch zu sein. Biografie
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ISBN : 9783579085371
ISBN13 : 978-3579085371
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : G tersloher Verlagshaus 23 Oktober 2017
Number of Pages : 272 Pages
File Size : 574 KB
Status : Available For Download
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Martin Buber: Was es heißt, ein Mensch zu sein. Biografie Reviews

  • Christian Döring
    2019-02-10 17:28

    War Martin Buber nun der "Erzengel des Judentums" oder vielleicht der "Wiener Salonlöwe" oder eben doch nur "...deutscher Professor in seinem Elfenbeinturm im palästinensischen Sand" ? Vielleicht trifft alles ein wenig auf ihn zu und dies macht schon deutlich, welch ein schwieriges Unterfangen es ist, die 87 Lebensjahre des Martin Buber zu beschreiben und dabei eben nicht einseitiger Bewunderung oder aber systematischer Kritik zu verfallen. Meiner Überzeugung nach ist Dominique Bourel mit diesem Wälzer eine Biografie gelungen, die Buber als einen Menschen darstellt, der schlimmste Menschenverachtung an seinem Volk erlebt hat, der aber niemals daran dachte, die Hoffnung an die Menschlichkeit aufzugeben.Das achtseitige Inhaltsverzeichnis macht es dem Leser möglich, bei jeder gewünschten Lebensphase Bubers ins Werk einzusteigen. Lebensdaten und wichtige Ereignisse sind jeweils erwähnt.Auf den ersten Blick irritierte mich die Biografie ein wenig. Sie macht so viele Facetten von Martin Buber auf, dass man zunächst mit offenem Mund vor seinem Leben steht.Dann kommt da natürlich noch die spannende Frage: Was verband Buber so sehr mit Deutschland? So sehr, dass er mit Deutschland trotz allem nicht brach und doch wieder in das Land der Mörder kam und hier wichtige Arbeit leistete?Wo stand Buber eigentlich politisch gesehen? Ist es richtig, ihn in die kommunistische Schublade zu stecken?Wie sah seine Verbindung zu Herzl aus?Spannend auch die Passagen, in denen Bourel Martin Buber im Gespräch mit anderen bekannten Personen zeigt.Dieses Werk habe ich nicht von der ersten Seite durchweg bis zur letzten gelesen. Ich habe mir zunächst die Kapitel gesucht, die mich am meisten interessierten. Aber wie bei einem Flächenbrand wurde meine Neugier dann im Verlauf immer größer!Dominique Bourel bin ich sehr dankbar, so vielschichtig und dennoch gut lesbar hat mir noch niemand Martin Buber vorgestellt!

  • Roland R. Ropers
    2019-02-18 13:32

    "Lasst uns den Menschen verwirklichen!"Dieser Appell des tiefreligiösen Universalgelehrtens und Mystikers Martin Buber in seiner Dankesrede bei der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels im Jahr 1953 ist heute geradezu hochaktuell, wo es in bedrohlicher Weise um die Verwirklichung einer inhumanen virtuellen Welt, "Dataismus", geht.Die Monumentalbiographie von fast 1000 Seiten ist eine große Bereicherung der Geistesliteratur."Alles wirkliche Leben ist Begegnung!" (Martin Buber, 1878 - 1965)Roland R. RopersKultur- und Sprachphilosoph

  • Dr.Rudolf Sanders
    2019-02-11 17:41

    Eine psychologische Beratung, welche die konkrete Beziehungsgestaltung von Menschen im Blick hat, findet durch die Philosophie Martin Bubers, etwa in sei-nem Werk Ich und Du, fundiertes Rüstzeug. Sein Leben umfasste 87 Jahre, in de-nen das Schicksal der Juden in einem bisher nicht gekannten Maße Katastro-phen ausgesetzt war. Mit dieser Biografie erhalten wir auch einen höchst span-nenden Blick auf historische Entwicklungen zwischen 1878 und 1965 aus jüdi-scher Sicht. Diese beginnt von der Beschreibung seiner ostjüdischen Kindheit, über die jüdische Renaissance im Europa der Wissenschaft, über die Vernich-tung des deutschen Judentums und der Geburt des jüdischen Staates, bis zu seinem Weg zum Weltruhm und seiner unablässigen Einforderung von Respekt für die arabischen Bewohner Palästinas.Nun, wie liest man ein Werk mit 700 Seiten und noch mal 300 Seiten Anmerkun-gen Literaturhinweisen? Hilfreich ist sicherlich die sehr übersichtliche Inhaltsan-gabe. Hier bin ich bei der Vernichtung des deutschen Judentums und der Zeit der Entscheidung hängengeblieben. Spannend die Diskussion und Auseinan-dersetzung mit dem Theologen Karl Barth um die Frage: Nach dem Willen zum Bösen. Angesichts der Zeit 1936 sicherlich kein Zufall. Schnell ist es dann mög-lich den aktuellen Bezug zu 2017 herzustellen. Nun welche Antwort gibt Martin Buber? Im Gegensatz zur christlichen Dogmatik der Erbsünde gibt es für ihn kein radikal Böses im Menschen.Für ihn kann der Mensch überhaupt nicht radikal “dies oder jenes “ sein: Er sei Potentialität, auch und vor allem in den Beeinträchtigungen, die vom Realen auferlegt werden. Die eigentliche Frage lautet daher: Welche Stellung kommt der Person innerhalb des Kollektivs zu?Egal, an welcher Seite ich das Buch aufschlage, etwa wenn ich etwas über die galizische Kindheit erfahre, seine Betrachtung über Jesus lese “den zentralen Juden in dem sich der jüdische Verwirklichungswille sammelte und durch den er sich brach“ oder wenn ein 1952 in seinem auf Deutsch erschienenen Buch “Bil-der von Gut und Böse” darauf verweist, dass für ihn der trügerische Gegensatz zwischen Gut und Böse am Geschichte vom Sündenfall veranschaulicht wird: Die von der Schlange versprochene “Erkenntnis von Gut und Böse” sei gerade die Frucht einer gebrochenen Sicht, entgegen dem einigenden Blick Gottes.Dr. Rudolf Sanders, partberschule.eu