Read Christus Medicus - Heilung als Mysterium by Woty Gollwitzer-Voll Online

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Steh uns bei, Christus, du bist unser einziger Arzt , lautet ein Gebetsruf der fr hen Kirche Der Tradition, von Christus als dem Arzt, als Christus Medicus , zu sprechen, ist diese Studie gewidmet Erstmals wird dabei ein Forschungs berblick vorgelegt, in dem die in den verschiedensten theologischen und au ertheo logischen Disziplinen geleisteten Beitr ge zur Christus Medicus Thematik zusammengesehen werden In kumenischer Perspektive zeigt die Autorin auf, welche Relevanz dieser alte Christusname f r die Praktische Theologie besitzt und welche M glichkeiten es gibt, die Rede vom Christus Medicus in Seelsorge und Liturgie neu zu verankern.Dabei wird der Pr senz dieses altkirchlichen Theologumenons, Christus als Arzt des Leibes und der Seele, im theologischen Raum systematische, kirchengeschichtliche, exegetische Forschungsperspektiven ebenso nachgegangen wie im humanwissenschaftlichen Bereich medizingeschichtliche, pastoralmedizinische und tiefenpsychologische Aspekte Auch die kulturgeschichtliche Relevanz des Themas kommt nicht zu kurz, indem die Autorin ikonographische Spuren des Christus Medicus Motivs freilegt oder dessen musikalische Beheimatung im alten evangelischen Liedgut und in Bach Kantaten vor Augen f hrt....

Title : Christus Medicus - Heilung als Mysterium
Author :
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ISBN : 350676389X
ISBN13 : 978-3506763891
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : Verlag Ferdinand Sch ningh Auflage 1., 1 August 2007
Number of Pages : 354 Seiten
File Size : 782 KB
Status : Available For Download
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Christus Medicus - Heilung als Mysterium Reviews

  • K. Tilman Gerstner
    2018-11-02 10:48

    Die Theologin, Medizinerin und praktizierende Heilpraktikerin Woty Gollwitzer-Voll stellt in ihrer rund 350-seitigen Doktorarbeit einen umfassenden Literaturüberlick zum "Christus medicus" zusammen: die biblischen Belege sind gering (Mk 2,29, Lk 4,23, Ex 15,26), viel breiter ist die Aufnahme in der Patristik (z.B. Ignatius von Antiochien). Allerdings werden diese Befunde nicht durch direkte Exegese erhoben, sondern durch wichtige Aufsätze wie etwa den von Adolf von Harnack rezipiert. Später werden kunstgeschichtliche Bezüge mit Bild- und Textmaterial bis hin zu einem Gedicht von Bertold Brecht analysiert. In der Zusammenfassung des zweiten Teils (der erste ist nur Einführung) wird festgestellt, dass es sich beim "Christus medicus" um (1) einen christologischen Hoheitstitel (2) vorwiegend der frühchristlichen Literatur handele, der (3) Heilung im ganzheitlichen Sinne verkündige (S. 153). Der dritte Teil widmet sich der geläufigen Darstellung von Christus als Apotheker - etwa mit Abendmahlskelch in einer Apotheke stehend (das Abendmahl als Heilmittel). Im vierten Hauptteil wird der letzte Gedanke praktisch-theologisch weiter entfaltet: Neben dem Abendmahl werden das Bußsakrament und die Krankensalbung in ihrer Heilfunktion beleuchtet. Dabei kommen auch Autoren wie Anselm Grün zu Wort, ebenso Texte der Frömmigkeitsliteratur. Lediglich von dem pietistischen Gebrauch des "Arztes", der ausschießlich durch die Sündenvergebung heilt, grenzt sich Gollwitzer-Voll ab. Im fünften Teil macht sich die Autorin für eine "therapeutische Theologie" in Anlehnung an Eugen Biser und Sören Kierkegaard stark. Im Ausblick des sechsten Teils schimmert auch die Meinung der Autorin stärker durch: es geht nicht nur um individuelle Heilung, sonder ebenfalls um heile Strukturen.Als Pfarrer und ebenfalls Heilpraktiker hat mich diese Arbeit interessiert. Ein wissenschaftliches Urteil steht mir nicht zu. Beeindruckend ist auf jeden Fall die Fülle der Literatur, die hier eingearbeitet wurde (nach Literaturverzeichnis über 200 Titel). Auf jeden Fall ist zur würdigen, dass der Autorin eine um Vollständigkeit bemühte Überblicksarbeit gelungen ist. Doch damit sind auch schon die Schwächen benannt: Im Laufe der Zeit wird die endlose indirekte Rede des zusammenfassend Zitierens mühsam. Ebenso fällt es schwer, eine Grundthese zu erkennen, die die Autorin mit ihrer Arbeit zu entfalten versucht. Selbst im letzten Abschnitt ist sie noch am Zitieren. Und trotzdem konnte mich diese Arbeit in kleinen, aber feinen Abschnitten doch berühren: Wir müssen als Kirche wieder selbstbewusster Verantwortung zur Heilung von Menschen übernehmen, weil Glaube heilsam wirken kann.