Read Das Tao der Physik: Die Konvergenz von westlicher Wissenschaft und östlicher Philosophie by Fritjof Capra Online

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Die Naturwissenschaftler kennen die Zweige des Baumes des Wissens, aber nicht seine Wurzel Die Mystiker kennen die Wurzel des Baumes des Wissens, aber nicht seine Zweige Die Naturwissenschaft ist nicht auf die Mystik angewiesen und die Mystik nicht auf die Naturwissenschaft doch die Menschheit kann auf keine der beiden verzichten Vom Autor revidierte Neuausgabe...

Title : Das Tao der Physik: Die Konvergenz von westlicher Wissenschaft und östlicher Philosophie
Author :
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ISBN : 3502670935
ISBN13 : 978-3502670933
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : Scherz Auflage 4., Aufl 1 Februar 2000
Number of Pages : 344 Seiten
File Size : 571 KB
Status : Available For Download
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Das Tao der Physik: Die Konvergenz von westlicher Wissenschaft und östlicher Philosophie Reviews

  • T. Jannusch
    2019-01-19 06:36

    "Die Naturwissenschaftler kennen die Zweige des Baumes des Wissens, aber nicht seine Wurzel. Die Mystiker kennen die Wurzel des Baumes des Wissens, aber nicht seine Zweige. Die Naturwissenschaft ist nicht auf die Mystik angewiesen und die Mystik nicht auf die Naturwissenschaft - doch die Menschheit kann auf keine der beiden verzichten."Zum ersten Mal bediene ich mich bei einer Rezension eines solch ausführlichen Zitats. Denn in der Tat hat der Autor selbst hier am besten beschrieben, was sein Buch motiviert, und warum man es lesen sollte.Dennoch, wer sich bislang weder mit Naturwissenschaft noch mit Spiritualität näher befasst hat, der möge diese Rezension mit der gebotenen Zurückhaltung lesen - und das Buch selbst erst recht. Denn die Grundfrage bleibt bestehen: für welche Leser ist dieses Buch geeignet? Und welche Leser sind geeignet für dieses Buch?Doch, ich benutze diese Formulierung mit Bedacht. Denn dieses Buch liest sich durchaus nicht einfach. Selbst wenn man, wie ich, von Interesse motiviert ist, wird man an etlichen Absätzen hängen bleiben, man wird ganze Sätze mehrmals lesen, man wird vor und zurück blättern. Man wird von vielen Stellen sehr berührt sein, man wird aber auch die Stirne kraus ziehen, und vor allem: nach der Lektüre dieses Buches wird man wissen, dass es mit diesem einen Buch zu dem Thema bei weitem nicht getan ist. Insofern würde ich das Buch als großartigen, aber auch komplexen Appetithappen bezeichnen!Ich habe hier eine Neuausgabe aus dem Jahr 1984 vorliegen - die Originalausgabe erschien bereits 1974 (!), und es wundert mich schon kolossal, dass dann die behandelten Thesen noch nicht allgemein bekannter sind. Der Autor selbst hat die Neuausgabe gründlich überarbeitet, hat ein neues Vorwort und auch ein Nachwort geschrieben. Und auch in den Sachtexten selber merkt man sehr gut, dass es ihm nicht nur um die Darstellung von Fakten, sondern eher von Problemstellungen geht. Er müht und sorgt sich sehr um seine Leser, und das finde ich sehr ansprechend. Er kann es sich aber nicht ganz verkneifen, in den Sachtexten immer mal wieder "den Physiker raushängen zu lassen", aber auch das finde ich sympathisch. Ich habe mich einfach von seiner eigenen Begeisterung für sein Fach anstecken lassen, ohne alles verstehen zu wollen - was als Nicht-Physiker wohl eh unmöglich sein wird.Den Aufbau des Buches finde ich sehr durchdacht und ansprechend, sehr gut geeinget, um dem noch etwas unsicheren Leser den Einstieg in die Thematik zu erleichtern.Teil 1, "Der Weg der Physik", beschreibt erst einmal die Ausgangslage. Wie kam der Autor dazu, dieses Buch überhaupt zu schreiben? Was hat die Physik bislang geleistet, und was hat sie versäumt? Kann man Physik und Mystik überhaupt vergleichen? Und wenn ja, unter welchen Kriterien? Hier wird schon der ganze Ansatz des Autors deutlich. Er begründet auf sehr "menschliche" und verständliche Weise. Er zitiert sehr ausführlich, sowohl Vertreter der Physik als auch der Mystik und der östlichen Religionen. Dieser Teil ist noch weitgehen frei von Formeln und Diagrammen, was ihn selbst für Neueinsteiger sehr lesenswert macht.Teil 2, "Der Weg der östlichen Mystik", fasst gut verständlich die Ansätze östlicher Mystik zusammen. Hierunter versteht der Autor Hinduismus, Buddhismus, Taoismus, chinesisches Denken, und Zen. Man mag sich über diese Aufteilung streiten - denn Zen ist im Grunde nur eine besondere Form von Buddhismus, und Taoismus ist - neben dem Konfuzianismus - eine Facette des chinesischen Denkens. Auch hätte ich zum Absatz über "Buddhismus" einige Anmerkungen zu machen. Aber gut, der Autor ist hier selber ja Autodidakt. Immerhin bemüht er sich, seinen Lesern auch hier Grundlagen zu verschaffen, und dabei konzentriert er sich auf die Kernaussagen der jeweiligen Glaubenslehren, und nicht etwa auf geschichtliche Feinheiten.In Teil 3, "Die Parallelen", geht es nun sozusagen "ans Eingemachte". Diesen Abschnitt kann man als Nicht-Fachmann wohl auch überspringen, denn hier bemüht sich Capra in der Tat, die wissenschaftlichen Grundlagen deutlicher herauszuarbeiten, mit allerlei Formeln und Diagrammen. Dieser Teil ist der längste und komplexeste. Dennoch würde ich sagen, dass man es, WENN man das Buch schon liest, ruhig mit diesem Teil versuchen sollte. Man muss ja nicht jeden einzelnen Satz verstehen.Was auf jeden Fall beim Leser ankommt, ist die Begeisterung des Autors für sein Fach. Außerdem macht er die Geschichte seines Fachs lebendig, beschreibt durchaus auch Kontroversen und Streitpunkte. Zudem wird jeder Unterabschnitt von einer gut verständlichen Einleitung gekrönt, die allein schon das Lesen wert ist. Nach einem Formel-Teil geht es dann in der zweiten Hälfte der jeweiligen Abschnitte um die Vergleiche mit östlichen Lehren. Sehr schön herausgearbeitet wird dies in den wieder zahlreich vertretenen Zitaten, die sowohl von Physikern als auch von östlichen Lehrern stammen. Die Wirkung war auf mich äußerst appetitanregend, so dass sich weitere Lektüre-Anreize wie von selbst ergeben haben. Die Themen in diesem Teil sind auch wirklich vielfältig - die Einheit allen Seins, die Durchdringung von Gegensätzen, Raum und Zeit, Leere und Form, der kosmische Tanz, Quarks und Symmetrien, und und und. Schon allein der Gedankenanstöße wegen war dies für mich eine wertvolle Lese-Erfahrung!In Epilog und Nachwort werden noch einmal die wesentlichsten Thesen zusammengefasst, sowie die neuesten Entwicklungen in der Physik erläutert - wohlgemerkt, auf dem Stand von 1984. Dennoch, mir persönlich ist nicht bekannt, ob bislang wesentliche Fortschritte gemacht worden sind. Abgerundet wird das Buch von einem ausführlichen Register- und Bibliographie-Teil - der mich persönlich noch auf Jahre hinaus zum guten Kunden der Buchhandlung werden lässt...!Zuerst wollte ich dem Buch aufgrund seiner Komplexität nur 4 Sterne verleihen, habe mich aber dann doch für 5 Sterne entschieden. Für mich zählt letztlich einfach die Tatsache, dass dieses Buch in seinem Zeitalter absolutes Neuland darstellte, dass es, völlig auf sich allein gestellt, dem Leser ein neues Gebiet erschließen wollte, was gerade erst entstand. Es wird durch und durch getragen von einer Begeisterung und einem Gefühl von Dringlichkeit, was den Leser, so er denn aufmerksam und offen ist, auch spürt. Man sollte dieses Buch dementsprechend auch nicht als "Offenbarung", als "Statement" betrachten - eher als Wegweiser in eine veränderte Zukunft, eine Zukunft, in der wir unsere Auffassungen von Wissenschaft und Welt werden verändern müssen.

  • tenere
    2019-02-16 03:54

    Ich kenne seit Jahren beide Seite, die Technik / die uns real erscheinende Welt und die östliche, mystische Denkweise. Für mich ist dieses Buch das gelungene zusammenführen der Dinge, die Erkenntnis, daß beide Seiten das gleiche meinen, nur von völlig unterschiedlichen Seiten herangehen, sich inzwischen so weit einander genähert haben (ungewollt!) daß die Aussagen praktisch identisch sind. Es gibt kein falsch oder richtig mehr, keiner alleine hat die Weisheit mit den Löffeln gegessen.So mancher Physikern / Technikern findet das nicht besonders prickelnd, denn die Erkenntnis, daß auch der andere recht hat kratzt an so manchem Ego eines Realisten.

  • Stafflover
    2019-01-26 08:55

    Hier wird umfangreiches Wissen vermittelt. Die komplizierte Quantenphysik wird so verständlich wie nur möglich an vielen Beispielen erläutert. Die Gegenüberstellung dieser Wissenschaft zu fernöstlichem Glauben, wie z. B. dem Buddhismus, ist faszinierend. Gleichzeitig erhält man einen umfassenden Einblick in die Geschichte und die verschiedenen Arten dieser Glaubensrichtungen.Dieses Buch kann unseren Horizont erweitern und ich lese immer wieder neu darin.Es ist sehr lesenswert für Jeden, der sich schon einmal mit unserem Dasein befasst hat und für Jeden, der dies noch vor hat.

  • Felix
    2019-01-21 02:45

    Wer sich für das Wesen unserer Welt ernsthaft und unvoreingenommen interessiert, MUß dieses Buch gelesen haben (äh - einige andere Bücher natürlich auch (nicht unbedingt den Koran, aber wer mag....)) !Sehr schade, daß es anscheinend nur Wenige taten - und daß es z.B. in Polen nur einmal in den Neunzigern übersetzt wurde und dort nicht mehr zu haben ist (ich wollte es dorthin verschenken).Grüße, Felix

  • Joachim Roemer
    2019-01-25 05:52

    Ich bin zwar nur interessierter Laie in der Quantenphysik und mit einiger Erfahrung in der östlichen Mystik und seiner Vertreter, aber hier wird der Gleichklang dieser Systeme sehr gut dargestellt und ist sehr verständlich.

  • sabine Wiechern
    2019-01-20 06:53

    Es ist schon eine Weile her, dass ich das Buch gekauft habe. Ich weiß nur das mir Fritjof Capra schon immer gut gefallen hat. ich werde es noch einmal lesen.

  • Alfred Landkammer
    2019-01-30 02:57

    Ich finde das Buch einfach spitze.Man muss sich in den Text reindenken,denn sonst ist es schwer zu begreifen.Ein Buch für Leute,die sich mit spirituellen Themen beschäftigen.

  • Eddie
    2019-02-10 03:35

    und gibt Einsichten ins Universum. Am Anfang fand ich es sehr gut und recht einfach zu lesen. Die erstaunlichen Parallelen der Entdeckungen in der Quantenphysik mit denen der östlichen Philosophien haben mich fasziniert, und ich bin wirklich überhaupt kein Physiker oder Physik-Fan - eher das Gegenteil. Mein Blickpunkt auf Physik hat sich dadurch gewandelt und ich konnte sehen, dass es im Grunde auch "nur" eine Philosophie ist, welche Überlegungen aufstellt und dann diese versucht zu beweisen. Es gibt eben unterschiedliche Herangehensweisen - in östlichen Philosophien verwendet man die subjektiven Einsichten mittels Meditation etc. und im Westen die objektiven mittels Versuchen, doch beide kommen zum gleichen Schluss - erstaunlich! In der ca. 2 Hälfte des Buches verliert sich meiner Meinung nach der Autor in zu vielen Details. Die vielen Namen der vielen Teilchen/Wellen war mir dann irgendwann doch zu heftig ... und es hat die grundlegende Message des Buches nicht verändert. Für Physiker ist es aber bestimmt der aufregendere Teil :)