Read Überleben in Extremsituationen: Das Phänomen des Dritten Manns by John Geiger Online

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Tot geglaubte Polarfahrer, Segler in Seenot und verungl ckte Bergsteiger, die wie durch ein Wunder berlebten Die einen nennen es Gottes Willen oder Instinkt, f r andere ist es die innere Stimme, die Menschen in Extremsituationen durchhalten l sst Seit Ernest Shackleton berichten berlebende immer wieder von einer fast physisch sp rbaren Pr senz, die ihnen den Ausweg aus der Gefahr diktierte Jahrelang hat John Geiger zu diesem Ph nomen geforscht, jetzt dokumentiert er in seinen packenden Berichten, was sich hinter Instinkt und Schutzengeln tats chlich verbirgt....

Title : Überleben in Extremsituationen: Das Phänomen des Dritten Manns
Author :
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ISBN : 3492404197
ISBN13 : 978-3492404198
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : NG Taschenbuch 1 September 2011
Number of Pages : 304 Seiten
File Size : 960 KB
Status : Available For Download
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Überleben in Extremsituationen: Das Phänomen des Dritten Manns Reviews

  • et
    2019-02-28 14:58

    In diesem Buch trägt John Geiger in typischer Journalistenmanier die vielfältigsten "Wunder" zusammen, die öffentlich verfügbar sind oder die ihm zugetragen wurden. Soweit, so nützlich und interessant.Der Aufbau des Buches zeigt, dass es Geiger mehr darum geht, den Leser mit süffigen Stories zu unterhalten, als den Vorkommnissen auf den Grund zu gehen. Er diskutiert zwar in einzelnen Kapiteln mögliche - klassisch materialistische - Erklärungen für die Erlebnisse, bleibt dabei aber völlig im anekdotischen stecken. Eine echte Analyse fehlt.Fazit: Das Buch bleibt damit in der Geschichtensammlung stecken, ohne dem Leser weitergehende Erkenntnisse zu vermitteln. Man kann staunen, sich wundern, sich unterhalten. Gescheiter wird man nicht.PS: Das gleiche Buch ist in anderer Aufmachung auch unter dem Titel  im gleichen Verlag erschienen. Zuviel des Guten. Ausserdem wird das "Geheimnis des Überlebens" nicht gelüftet, sondern nur erzählt. Hinter das Geheimnis kommt auch Geiger nicht.

  • xy(z)
    2019-03-07 20:22

    Ein (Schutz-)Engel? „Nein, nein, nein!“ erbost sich Reinhold Messner (Seite 267). Die (gespürte) „physische Präsenz“ oder der (gespürte oder auch mehr oder weniger deutlich gesehene) „Dritte Mann“ tritt in allen Kapiteln immer wieder in gleicher oder ähnlicher Form auf, egal ob das Kapitel der Überschrift nach von Engeln, Geistern, Rettern oder Schatten handelt. Der fromme Christ wird darin Engel, aber auch Gott selbst (84, allenfalls 68 u.a.) zu erkennen glauben.Im „Dritten Mann“ sehen manche also Engel oder gar Gott selbst, aber auch „ein anderes Selbst“, ja sogar den Zugriff auf „etwas kollektiv Unbewusstes“ (279).Auf ein kollektiv Unbewusstes zugreifen würde dann wohl unser eigenes Unbewusstes, auch Unterbewusstsein genannt. Meines Erachtens könnte es sich beim „Dritten Mann“ um die Projektion des eigenen Unterbewusstseins handeln, die in Grenzfällen auftritt. Peter Hillary nennt das „einen vom Gehirn erzeugten Bewältigungsmechanismus“ (267).Es gibt freilich auch auf natürliche Weise schwer Erklärbares; wenn z.B. dieser „Dritte Mann“ die ganze Nacht das Steuer eines Schiffes übernimmt, und das bei stürmischer See, damit der Kranke Kapitän eine Nacht durchschlafen kann (63ff).Ob der in Gefahr geratene Mensch dieser „physischen Präsenz“ teilhaftig wird, hängt von dessen Sensibilität ab, lt. John Geiger auch davon, ob „er einen größeren Lebenswillen hat“ (29), was allerdings dem widerspricht, was der Autor noch auf Seite 16 schreibt: „Sevigny ließ sich neben ihm nieder, fest davon überzeugt, dass er bald ebenfalls tot sein würde. ‚Ich dachte mir, dass es am einfachsten sei, wenn ich einschliefe.‘“ Und doch trat „der Schutzengelfaktor“ in Kraft; so heißt das Buch nun, von dem es heute noch 12 Exemplare gibt.

  • Dr. M.
    2019-03-24 23:07

    Man ist da, wo man nicht sein sollte. Wo das Leben nur noch auf kleiner Flamme brennt. In eisiger Kälte oder in einer Höhe, auf der man den nächsten Morgen nicht mehr erleben wird. Oder einsam auf dem Ozean, krank und hilflos. Die Lage scheint aussichtslos. Der Tod steht unmittelbar bevor. Doch plötzlich verspürt man die Anwesenheit einer anderen Person, die ermutigt, die eine hilfreiche Hand ausstreckt oder Anweisungen gibt. Und man überlebt mit ihrer Hilfe.Geigers Buch beginnt mit der Schilderung von drei Fällen, in denen in extreme Not geratene Menschen ein solches Präsenzerlebnis hatten und sich dadurch retten konnten. Ron DiFrancesco befreite sich als einer von ganz Wenigen aus dem Südturm des World Trade Centers, wo er noch kurz vor dem Einschlag des zweiten Flugzeugs an seinem Schreibtisch im 84. Stockwerk gesessen hatte.James Sevigny wurde in den kanadischen Rocky Mountains mit seinem Freund beim Klettern von einer Lawine getroffen. Trotz extremer Verletzungen konnte er sich retten, weil auch er eine scheinbar von außen kommende Präsenz verspürte, die ihm sagte, was er tun sollte. Stephanie Schwabe begab sich alleine in eine Unterwasserhöhle, in der sie aus Unachtsamkeit ihr Führungsseil verlor. Ihr erschien ihr verstorbener Mann und half ihr, den Rückweg zu finden.Nun könnte man meinen, all diese Leute bildeten sich das nur ein. Aber das Phänomen trat schon vor diesen Berichten auf. Als erstmals Sir Ernest Shackleton nach der dramatischen Rettung seiner Mannschaft aus dem antarktischen Eis im Jahre 1916 vom Erscheinen einer weiteren Person berichtete, die ihm Mut zusprach und Anweisungen gab, trauten sich auch andere, die ähnliche Erlebnisse hatten, davon zu sprechen.Shackletons Schiff war vom Eis zerdrückt worden und gesunken. Um Hilfe zu organisieren nahm er erst eine für unmöglich gehaltene Fahrt in einem kleinen Boot auf sich, um durch die extrem gefährlichen Gewässer südlich von Kap Hoorn zu einer englischen Walfangstation zu gelangen, die allerdings am anderen Ende der Südpolarinsel Südgeorgien lag, die er mit einigen seiner Kameraden erreicht hatte. Ausgehungert durchquerten sie die Insel auf einer durch gewaltige Berge und Gletscher führenden direkten Route in völliger Dunkelheit und retteten sich und anschließend die festsitzenden restlichen Kameraden.Das Buch ist voll von ähnlichen Berichten, unter anderem von Reinhold Messner und dem Flieger Lindberg, der als Erster den Atlantik überquerte. Nachdem man also die Erscheinung des sogenannten Dritten Mannes (nach einem Gedicht von T.S. Eliot) nicht mehr einfach als Spinnerei abtun konnte, fing man an, nach Erklärungen zu suchen. Doch solche Erklärungen zu finden, erweist sich bis heute als recht schwierig, weil dieses Phänomen nicht immer auftritt und wenn doch, dann unter sehr verschiedenen Bedingungen.Geiger führt neben den vielen beeindruckenden Berichten die verschiedenen Erklärungsmodelle an. Erst am Schluss bringt er neuere Forschungsergebnisse, die einleuchten und zu den verschiedenen Berichten passen.Die Schilderungen in diesem Buch sind nahezu unglaublich und zeigen, zu welchen enormen Leistungen Menschen fähig sein können, wenn sie um ihr Überleben kämpfen.