Read Der Schachautomat: Roman um den brillantesten Betrug des 18. Jahrhunderts by Robert Löhr Online

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Als Hofrat Wolfgang von Kempelen 1770 am habsburgischen Hof seinen Schach spielenden Automaten pr sentiert, gilt der Maschinenmensch als gro artigste Errungenschaft des Jahrhunderts Doch tats chlich verbirgt sich im Innern der Maschine ein Zwerg und dieses menschliche Gehirn erweist sich als t dlich und sterblich zugleich Von den Bleikammern Venedigs zum kaiserlichen Hof in Wien, von den Pal sten des Pre burger Adels in die Gassen des Judenviertels ein spannender historischer Roman um ein legend res T uschungsman ver 2015 11 06...

Title : Der Schachautomat: Roman um den brillantesten Betrug des 18. Jahrhunderts
Author :
Rating :
ISBN : 3492248683
ISBN13 : 978-3492248686
Format Type : PDF
Language : Deutsch
Publisher : Piper Taschenbuch 1 Februar 2007
Number of Pages : 416 Seiten
File Size : 778 KB
Status : Available For Download
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Der Schachautomat: Roman um den brillantesten Betrug des 18. Jahrhunderts Reviews

  • daniel schröder
    2018-11-16 19:57

    Ein ganz und gar wunderbares Buch! Ein Zwerg in einem Schachautomat (dem "Türken") schlägt selbst Tyrion (Game of Thrones) spielend. Robert Löhr gelingt es, die Romanfiguren zu wirklichem Leben zu erwecken. Es schadet nicht, wenn man selbst das Spiel der Könige gerne spielt, es ist aber nicht wirklich nötig um diesen Roman zu lieben. Spannend wie ein Krimi, historisch gut recherchiert und einfach sehr gut geschrieben!!

  • Berliner
    2018-12-07 15:38

    Ein spannend geschriebenes Buch mit vielen Einblicksmöglichkeiten in die KuK Zeit. Betrug -schon damals- mit den damals möglichen technischen Gegebenheiten.

  • Lectorianus
    2018-11-23 18:57

    Löhr versteht es, die Charaktere glaubwürdig nach der damaligen Zeit zu gestalten, aber auch eine lebendige, glaubhafte Geschichte um die historische Begebenheit zu stricken. Die Tatsache, dass die frühe Geschichte des Schachautomaten relativ unbekannt ist, gibt dem Autor dabei einige Freiheiten: Ein höchst eigenwilliger Charakter soll der Zwerg im Automaten gewesen sein. Dem "Erfinder" geht es darum, bei Hof zu imponieren. Ein Zweifler schickt eine Spionin. Eine ehemalige Geliebte kommt im Beisein des Automaten ums Leben. Ein rachsüchtiger Ungar will ein Duell. Löhr spielt auch mit philosophischen Überlegungen, die wir sonst nur aus unserem modernen Computerzeitalter kennen.Für ein Meisterwerk ist es jedoch zu leicht geschrieben, Gedankentiefe gibt es nicht. Es ist sehr gute Unterhaltungsliteratur mit einem mittelmäßigen Bildungseffekt. Das melancholische Ende macht wenig Freude, entspricht aber ganz den inneren Anlagen der Charaktere, und ist deshalb zu akzeptieren. Eher störend ist, dass die Verwebung der Rückblenden mit dem Zeitstrang in der Gegenwart etwas unglücklich geraten ist, so dass die Erzählung nach dem eigentlichen, melancholischen Ende der Geschichte noch ein kleines Stück weitergeht.

  • Mozartkugel
    2018-12-02 18:01

    Das ist die Geschichte des Schachtürken (1769 - 1783) in einem gut geschriebenen historischen Roman.Der Schachtürke war im wörtlichen Sinne getürkt und ist der Ursprung der Redewendungen "getürkt" und "einen Türken bauen": Ein Automat mit einem mechanischen Türken, der so gut Schach spielte, daß er fast alle schlug.In Wirklichkeit war ein schachspielender Zwerg im Kasten so gut versteckt, daß ihn lange keiner entdeckte. Der ungarische Hofrat an Maria Theresias Hof: Wolfgang von Kempelen (Kempelen Farkas) aus Preßburg (Pozsony) hat den Schachtürken 1769 gebaut, insgeheim mit dem Schach-Zwerg bestückt und 1770 der Kaiserin in Wien als "denkende Maschine" vorgestellt.Kempelens Türke wurde weltberühmt und reiste lange Zeit (bis 1838) um die halbe Welt. Der leere Schachtürke "starb" (verbrannte) 1854 mit 84 Jahren im Museum in Philadelphia.Zur Geschichte des Schachtürken siehe auch das Sachbuch: .

  • B. Preuschoff
    2018-11-18 18:47

    ...anhand eines Schelmenstückes, welches wohl einzigartig ist in der Vergangenheit.Dem Autor ist hier eine wunderbare Erzählung gelungen, die nie langweilig wird, ein Sittengemälde der Zeit wiedergibt und gleichzeitig spannend, aufregend und hochinteressant bleibt. Sicher wird hie und da mit Klischees gespielt, aber das bleibt im angenehmen Rahmen. Aus meiner Sicht gut gelungen auch die Darstellung, wie verschiedene handelnde Personen mit der Tatsache umgehen, daß es sich um Betrug handelt...einfühlend und hintergründig.Ein Buch, daß man nicht nur gerne liest, sondern bei dem etwas hängen bleibt, an das man sich erinnert und das aufgrund seiner Thematik einen Sonderplatz in der Bibliothek hat.Was soll ich sagen - einfach fünf.

  • Enno Arkona
    2018-11-15 17:38

    "Der Schachautomat", ein historischer "Roman um den brillantesten Betrug des 18.Jahrhunderts", greift eine wahre Geschichte auf. Der Stoff ist gut gewählt: eine Affäre, die uns Wissenswertes mitteilt über die Zeit der Aufklärung. Für das originelle Thema gibt’s einen Stern.Das Ganze wirkt gut recherchiert, der Leser bekommt einen stimmigen Eindruck von der österreichisch-ungarischen Gesellschaft um 1770. Ob tatsächlich gut recherchiert wurde, kann man wie üblich nicht beurteilen, ohne selbst Spezialist zu sein. Mir jedenfalls sind keine kruden Anachronismen aufgefallen; einen weiteren Stern also dafür, dass der Text in dieser Hinsicht solide wirkt.Der Plot ist über weite Strecken schlüssig konstruiert. Im letzten Viertel (Showdown) mehren sich allerdings die Elemente des Abenteuerlichen, so dass die Handlung, was sie an Tempo und Spannung gewinnt, an Glaubwürdigkeit einbüßt. Mehr als einen halben Stern gibt’s dafür nicht.Ein Problem sehe ich bei den Figuren. Keiner von ihnen komme ich als Leser allzu nahe, und so geht mir, was sie erleben, auch nicht allzu nahe. Diese Distanziertheit empfinde ich als eine Schwäche des Romans, sie lässt für mich zu wenig Spannung entstehen. Ich fand den Schachautomaten beim Lesen nicht wirklich mitreißend. Auf der anderen Seite handelt es sich aber auch um eine Stärke. Für die unaufdringliche Art, mit der beispielsweise das Böse geschildert wird, bin ich dankbar. Kein erhobener Zeigefinger, der einem sagt: Hier sieh, das ist es, dieser unaufhörliche Manipulierer, den keinerlei Gewissen belastet und der noch aus dem Eingeständnis seiner Schuld Profit zu schlagen versteht, das ist ein wirklicher Finsterling. Deshalb für die Gestaltung der Figuren zumindest einen halben Stern.Und schließlich das Eigentliche der Literatur, die Art, wie ein Text geschrieben ist, der Stil, – Achillesferse vieler historischer Romane. Der Schachautomat ist gut geschrieben, stellenweise sogar inspiriert. Er ist zwar nicht zu vergleichen etwa mit Kehlmanns "Vermessung der Welt", aber damit muss man ihn auch nicht vergleichen. Für den Stil also einen Stern.Summa summarum ergibt das vier Sterne, was auch meinem Gesamteindruck entspricht. Der Schachautomat ist gute Unterhaltung, interessant und kurzweilig, und auch wenn er mir nicht hundertprozentig gefällt, der Roman ist zehn Jahre nach seinem Erscheinen immer noch lesenswert.