Read Ziemlich beste Freunde: Ein zweites Leben by Philippe Pozzo di Borgo Online

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Der bewegende autobiographische Bericht Philippe Pozzo di Borgos, der den Stoff f r einen sensationellen Kinoerfolg lieferte Der Autor ist Gesch ftsf hrer der Firma Champagnes Pommery, als er mit dem Gleitschirm abst rzt und querschnittsgel hmt bleibt Er ist 42 Jahre alt und braucht einen Intensivpfleger Der arbeitslose Ex Str fling Abdel kriegt den Job Mit seiner lebensfrohen und authentischen Art wird Abdel zu Philippes Schutzteufel Zehn Jahre lang pflegt er ihn und gibt ihm die Lebensfreude zur ck Von O Nakache und E Toledano verfilmt, ist diese Geschichte einer Freundschaft, die auf Respekt und Toleranz gr ndet, zu einem der erfolgreichsten franz sischen Filme aller Zeiten geworden....

Title : Ziemlich beste Freunde: Ein zweites Leben
Author :
Rating :
ISBN : 9783446240445
ISBN13 : 978-3446240445
Format Type : Hardback
Language : Deutsch
Publisher : Hanser Berlin Auflage 24 16 M rz 2012
Number of Pages : 361 Pages
File Size : 888 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Ziemlich beste Freunde: Ein zweites Leben Reviews

  • Larina
    2019-02-26 14:37

    Also: Das Allerwichtigste steht schon im Titel der Rezension:Das Buch hat mit dem witzig heiteren aber doch relativ banalen Film NICHTS zu tun, höchstens, dass gewisse Anektoten übernommen wurden:Das Buch ist von einer andern Thematik und beschreibt auf wundervolle Weise, in , auch im deutschen sehr schönen Sprache: Das Leben vorher...während und jetzt des Autors. - Seine Liebe zu seiner Frau, dem Umgang mit seiner Behinderung und letztlich, die liebe zu Leben und Menschen, wie Abdel (im Film DRISS), aber auch zu seinen Kindern, den Frauen.Ohne Scham, bedenkt man, dass dieser Mann aus dem Hochadel stammt, beschreibt er absolut glaubwürdig und ohne mitleidlos, sein Leben, seine Verzweiflung: Beobachtet sich und seine Umgebung mit Präzision , aber immer auch mit einer Prise Selbstironie, sein Leben.Es gibt viele Bücher von " Behinderten": Aber wenig LITERATUR..dieses Buch ist keine Autobiographie..es bleibt trotz Biographie und Selbsterlebtem: Literatur vom Feinsten.Ich habe den Film zuerst gesehen, und finde es eigentlich schade, dass der deutsche Titel des Buches, den Filmtitel übernimmt (wohl aus Verkaufsgründen). Denn les "intouchables" ist im französischen ein sehr starkes Wort, und am ehesten mit dem indischen Begriff zu vergleichen: Sowohl Behinderte (denkt der Autor) als auch sein Angestellter..werden zu Unberührbaren: Das hat mit ziemlich beste Freunde nichts zu tun.Der Titel ist absurd.Dieses Buch ist geprägt von Träumen , Hoffnungen, Realitäten der französischen Gesellschaft, aber auch eine Ode ..wie Musik..die der Autor so liebt..an das Leben..an die Liebe..trotz alledem.

  • urwort
    2019-03-16 16:35

    „In der Stille herrscht das Bewusstsein. Es ordnet ein, was uns umgibt.In der Stille thront der Mensch.“Passend zum gleichnamigen Film erschien zum Kinostart vor zwei Jahren eine Neuauflage der Biografie von Philippe Pozzo di Borgo (*1951). Wer sich dieses Buch allerdings nach dem Filmgenuss zu Gemüte führt, kann durch das Cover, welches den Filmplakaten entstammt, irregeführt werden. Es handelt sich nicht um eine Komödie, ebensowenig ist es eine Biografie im herkömmlichen Sinne. Der Leser wird vielmehr mit Gedankenfetzen konfrontiert, die sich wie Wolken vor den Augen bewegen und so einen eigenen Film erschaffen. Zunächst sehr melancholisch und traurig wendet sich jedoch der Plot. Ironischerweise aber völlig entgegengesetzt zu seiner Lebensgeschichte.Der Franzose Philippe Pozzo di Borgo entstammt einem korsischen Adelsgeschlecht, wuchs gediegen auf, die Welt stand ihm offen. Luxus umgab ihn, doch früh merkte er, dass er auch selbst für seinen eigenen Luxus arbeiten möchte. Im Studium lernte er seine Frau Beatrice kennen, die er durch schwere Krankheit begleitete. Doch das getrübte Glück nagte an seiner Psyche, er entdeckte das Gleitschirmfliegen für sich, wurde von Mal zu Mal waghalsiger, bis ihn schließlich die Sicherheit verließ: er landete ungebremst in einem Hang – und spürte von nun an kopfabwärts nichts mehr. Querschnittsgelähmt. Dieser Schicksalsschlag ließ ihn in eine tiefe Depression fallen, doch seine Frau nahm ihre letzte Kraft zusammen, bis sie drei Jahre später ihren letzten Atemzug auf dieser Erde tat. Philippe versank in ein Loch.Und hier beginnt das Buch. „Ich habe keine Vergangenheit mehr, keine Zukunft, ich bin nur noch gegenwärtiger Schmerz.“ In seinem Zimmer im Bett gefesselt gibt er sich seinen Gedanken hin, ist abhängig von helfenden Händen, ihm bleibt nur sein Verstand, der von Schmerzen jedoch zeitweilig außer Betrieb gesetzt wird.Um aktiv zu bleiben und in diesem Zustand noch Spuren zu hinterlassen schreibt er ein Buch – ein Tonband liegt dabei stets bereit. Fragmente fügen sich zusammen, Gedanken, die unterbrochen werden, doch alles wirkt wie eine Off-Stimme eines Films. Im Laufe der Lektüre dringt durch all diese Erinnerungen ein Hoffnungsschimmer –Philippe spricht über sein Leben mit einem Sonnengemüt, welches in all der Tragik sehr zu Herzen rührt.Abdel, der Pfleger, stellt in der Lektüre keinen Hauptcharakter dar, wie im Film. Er schleicht sich vielmehr ein mit Anekdoten und irrwitzigen Geschichten, dass verständlich wird, warum ein Pfleger aus einfachen Verhältnissen diesen erfolgreichen Mann aus einer Depression holte – nein, vielmehr zog.Der Autor genoss vor seinem Unfall viele Vorzüge des Lebens, ließ nichts unangetastet. Sein Unfall und der Tod seiner Frau brachte sein Leben zum Einstürzen. Das Buch hingegen beginnt tragisch, traurig, melancholisch, doch mit jeder Erinnerung, die er sich von der Seele redet, jedem schönen Ereignis, welches er trotz Behinderung erleben darf, klettert er aus seinem schwarzen Loch. Zu leben ohne sich bewegen zu können, leben zu müssen, weil man dem selbstständig auch kein Ende setzen kann, bedeutet eine große Tortur. Abdel symbolisiert einen Neuanfang, doch konnte er die Hoffnung nicht vermitteln, da nur der Hoffnungslose allein vermag sie zu entdecken. Diesen steinigen Weg hat der Autor grandios vermittelt. Er lernte neu zu leben und zu lieben.Das vorliegende Buch und viele Rundfunk- und Fernsehauftritte erreichten ein großes Publikum. Sein Reichtum ermöglichte nicht nur ihm selbst Besserung seiner Lebensumstände, sondern erreichte viele Gleichgesinnte.„Ich grüße ganz besonders meine Brüder und Schwestern im Rollstuhl, alle Menschen mit Behinderung, das heißt Sie alle, denn wir alle sind durch das Leben Behinderte.“

  • IngridNollFan
    2019-03-09 13:32

    Vorausgeschickt: ich kenne den Film (noch) nicht. Hatte aber erwartet wegen des Titels die Geschichte aus dem Film zu lesen. Ich war trotzdem absolut nicht enttäuscht.Wie schon in den anderen Rezessionen erwähnt, wird in diesem Buch die Vorgeschichte erzählt. Phillippes glückliche behütete Kindheit, die glückliche Ehe mit seiner ersten Frau, ihre furchtbare Krebserkrankung. Und dann auch noch das: aus Leichtsinn und Übermut passiert der Unfall der ihm seine Gesundheit kostet. Allein sich vorzustellen so in seinem eigenen Körper gefangen zu sein ist schrecklich und würde so manch einem den Lebenswillen nehmen (so wie einigen seiner Leidensgenossen). Er läßt einen durch seine Schilderungen alle Höhen und Tiefen seiner gesundheitlichen Entwicklung durchleben. Teilweise etwas wirr, aber da sich viele von diesen Dingen während seiner Deliriumsphasen abspielen passt es. Das letzte (und im Gegensatz zur ursprünglichen Buchausgabe ergänzte Kapitel "Schutzteufel") erzählt dann erst von Abdel (im Film "Driss"). Dieser Mann (egal wie deplaziert er eigentlich in Philippes Welt ist)ist für ihn da, kämpft für ihn und hält ihn am Leben.Alles in allem: es ist ein bewegendes und interessantes Buch. Und ich freue mich schon darauf mir diesen Film in naher Zukunft an zu sehen.

  • Inken Schuster
    2019-02-26 15:25

    "Der zweite Atem" ist mehr als die Aneinanderreihung von witzigen und ergreifenden Szenen. Der Film war wunderschön. Aber diese Schilderung Phillipe Pozzo di Borgos umfasst so viel mehr.So oft so nah an der Verzweiflung, so oft so nah am puren Glück. Man bekommt den Eindruck, er hat erst durch den schrecklichen Unfall gelernt, das Wesentliche zu erkennen.Schön zu lesen, weil er die Sprache liebt (wie offensichtlich auch die Übersetzerinnen Bettina Bach, Dorit Gesa Engelhardt und Marlies Ruß).Ich mag auch das Format, das der Hanser Verlag gewählt hat. Die Ausgabe ist handtaschen- und ImBettLese-tauglich.Wer "Das Buch zum Film" erwartet, sollte die Finger davon lassen. Aber, wer Vergnügen daran findet, die mitleidlos ehrlich geschriebene Autobiographie eines Mannes zu lesen, der viel mehr ist als ein Tetra, wird große Freude an diesem Büchlein haben.