Read Schandweib: Roman by Claudia Weiss Online

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Hamburg 1701 Die Stadt ist entsetzt ber einen schrecklichen Fund Am Schweinemarkt hat man eine kopflose Frauenleiche entdeckt Schnell scheint die Schuldige ausgemacht Ilsabe Bunk, eine Frau in M nnerkleidern Der junge Advokat Hinrich Wrangel bernimmt ihre Pflichtverteidigung und ger t damit in einen gef hrlichen Strudel aus Interessen und Intrigen Claudia Weiss hat die historischen Gerichtsakten des Falls Ilsabe Bunk zu einem faszinierenden Justiz Thriller verarbeitet Hamburger Morgenpost...

Title : Schandweib: Roman
Author :
Rating :
ISBN : 3426512807
ISBN13 : 978-3426512807
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : Knaur TB 3 Februar 2014
Number of Pages : 512 Seiten
File Size : 575 KB
Status : Available For Download
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Schandweib: Roman Reviews

  • Wolf
    2019-04-16 22:06

    Ich mag Bücher , für die der Autor/ die Autorin sorgfältig recherchiert hat, d.h. die Fakten müssen stimmen. Wenn dann nocheine gute Geschichte erzählt wird ,ist für mich schon einmal die Lektüre interessant. Da mich die Geschichte der Stadt Hamburg interessiert, steigerten der geschichtliche Rahmen noch das Lese-Vergnügen. Ich habe das Buch erst wieder aus der Hand legen können,als ich die letzte Seite gelesen hatte und freue mich schon auf den nächsten Roman von Frau Weiss.

  • ClaMaRa
    2019-03-27 19:01

    Flüssig zu lesen keine trockene Historie für Hamburger lesenswert, für alle anderen gut erklärt. Wie immer mein persönlicher Geschmack :-)

  • Bücherwurm
    2019-03-26 18:21

    Hamburg, 1701: Eine kopflose Frauenleiche wird am Schweinemarkt gefunden. Für diesen zunächst rätselhaften Mordfall gibt es bald eine überraschende Verdächtige. Ilsabe Bunk, die sich Hinrich nennt, Männerkleidung trägt und mit Frauen zusammenlebt. Ihr Pflichtverteidiger, der junge Hinrich Wrangel, ist gerade erst in Hamburg angekommen, die dortigen Seilschaften sind ihm fremd, er geht mit unverbautem Blick ans Werk. Er recherchiert und merkt schnell, dass Bunk den ihr zur Last gelegten Mord nicht begangen haben kann. Zu seinem Entsetzen gesteht die Angeklagte überraschend. Dennoch kämpft der junge Mann um ein gerechtes Verfahren für seine Mandantin und versucht, sie zu einer Rücknahme ihres Geständnisses zu bewegen. Er ahnt nicht einmal, mit welch mächtigen Gegnern er sich dabei anlegt und welch eine uneheuerliche Intrige man hofft, mit der Verurteilung des "Schandweibs" vertuschen zu können. Unerwartete Hilfe bekommt Wrangel von der jüdischen Bankierstochter Ruth.Der faszinierenden Story liegt ein authentischer Kriminalfall zugrunde. Eingebettet in reichlich Lokalkolorit und ausgedehnte Beschreibungen des gesellschaftlichen und politischen Lebens in jeder Epoche, erfahren Leser viel über die damalige Rechtsprechung und die teils unmenschliche Behandlung von Verdächtigen.Die Autorin ist Wissenschaftlerin und hat ausgiebig recherchiert. Es kam eine fundierte Beschreibung der damaligen Zeit heraus. Leider ist dabei auch der Stil des Buches recht trocken und "wissenschaftlich" geworden. Besonders zu Beginn, wenn man noch nicht in der Geschichte drin ist, sind die ellenlangen Beschreibungen von Örtlichkeit und Gewohnheiten ermüdend. Der Stil ist oft beschreibend und völlig humorlos. Die Geschehnisse rund um den Anwalt hätten durchaus mehr Süffigkeit und Lebendigkeit vertragen. Die Liebesgeschichte wirkt aufgesetzt und kein bisschen inspiriert, es fehlt an romantischem Esprit. Die ständigen Hinweise auf die gesellschaftliche Stellung der Frauen, mit all ihren Einschränkungen für vive, intelligente, aufgeschlossene Gemüter, sind wichtig, aber irgendwann zu penetrant in ihrer Wiederholung, die zunehmend mit erhobenem Zeigefinger einherzugehen scheint.Lebendig geschildert sind lediglich die Teile des Buches, in denen das ereignisprallen Leben der Ilsabe Bunk, des "Schandweibs", geschildert wird.Hier lebt die Geschichte und atmet Not, Verzweiflung und auch ein bisschen Glück eines Menschen, der in seiner sexuellen Identität nicht so einfach einzuordnen ist, wie es sich für die damalige Zeit "gehörte".Fazit: Eine von der Grundlage her faszinierende Story mit viel historischem Kolorit, sprachlich trocken und teilweise ermüdend.

  • Die Art der Ida Gratias
    2019-04-12 18:18

    Das "Schandweib" von Claudia Weiss ist ein modern anmutender Entwicklungsroman im historisch prallen Setting der freien Hansestadt Hamburg zu Beginn des 18. Jahrhunderts.Der erste Band der Advokat Hinrich Wrangel Reihe hat alles, was ein historischer Roman braucht, um seine Leser von der ersten bis zur letzten Seite völlig aus der Zeit zu reißen; das und noch viel mehr.Es bietet einen spannenden Plot, in diesem Fall zwei Kriminalfälle. Die grausige Ermordung einer jungen Frau, deren nackter Leichnam kopflos in einem städtischen Abbort gefunden wird, sowie die wegen Körperverletzung und Sodomie festgesetze, unter dem Namen Hinrich lebende Ilsabel Brunk, der der neue, junge und äußerst idealistische Prokurator der Stadt Hinrich Wrangel als Pflichtverteidiger zugeteilt wird.Die Geschichte verfügt über Personal, das die gesamte Bandbreite menschlicher Tiefen und Untiefen abbildet. Als da wäre der sympathische Held, hier der Jurist, Vertreter der Aufklärung, "Kapitalismuskritiker" und Kämpfer für Gerechtigkeit, mit einer emotionalen Schuld, der er sich stellen muss, sein guter Freund, hier der junge Hamburger Vikar Claussen, Vertreter der christlichen Moralethik, der betagte, jüdische Bankier Absolon und seine gebildete Tochter Ruth, geduldet, aber nicht wirklich zugehörig, die das weltmännisch Rationale mit dem alttestamentarische Prinzip der Vergeltung verbinden, der strenge, leicht gönnerhafte, sehr ambitionierte Vorgesetzte Wilkens und natürlich die ambivalente Gefühle auslösende Angeklagte.Der Handlungsort, das stets um seine Unabhängigkeit und damit seine materiellen Vorteile ringende Hamburg, ist detailliert dargestellt, die Pfeffersackmentalität seiner Kaufleute, die im Geist der Aufklärung klingenden Salons der weißen Landhäuser, vom Unrat rutschigen Twieten, der Odeur der Fleete und der fast selbstherrliche Stolz auf ihre freie Stadt der Bewohner.Ein wirklich sehr gelungener historischer Roman, faktenreich und detailliert beschrieben, der eine vermeintlich moderne Diskussion über Geschlechteridentität im 18. Jahrhundert anstößt, aber auch ein überaus interessanter Entwicklungsroman einer jungen Frau, die hofft als Mann die Freiheit leben zu können, die ihr als Frau verwehrt wird und deren Sehnsucht nach Liebe sie das Leben kostet.