Read Die Amerikanische Revolution: Geburt einer Nation 1763-1815 by Michael Hochgeschwender Online

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Wer die USA und ihr spezifisches Sendungsbewusstsein verstehen will, muss zu ihrem Ursprungsmythos zurckgehen zur Amerikanischen Revolution Auf dem neuesten Stand der Forschung erzhlt Michael Hochgeschwender, wie sich die nordamerikanischen Kolonien vom britischen Mutterland lsten und zeichnet dabei ein Bild der Revolution, das die gngigen Vorstellungen von Gut und Bse hinterfragt Geschichte wird meist aus der Perspektive der Sieger geschrieben Wer etwa Mel Gibson in dem Monumentalepos Der Patriot britische Soldaten hinschlachten sieht, fr den ist klar, dass freiheitsliebende Helden despotischen Besatzern gegenberstanden Doch tatschlich war die Geschichte komplizierter Nicht wenige der spteren Amerikaner hielten zu den Briten Auch ging es den Aufstndischen nicht nur um universalistische Ideale, sondern auch um ganz handfeste wirtschaftliche Interessen, wie etwa den Schmuggel oder den Raub von Indianerland Schon bei ihrer Geburt hat die amerikanische Nation der Welt ein Janusgesicht gezeigt, das ihre Politik bis heute prgt....

Title : Die Amerikanische Revolution: Geburt einer Nation 1763-1815
Author :
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ISBN : 3406654428
ISBN13 : 978-3406654428
Format Type : E-Book
Language : Deutsch
Publisher : C.H.Beck Auflage 3 9 Mai 2018
Number of Pages : 572 Pages
File Size : 883 KB
Status : Available For Download
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Die Amerikanische Revolution: Geburt einer Nation 1763-1815 Reviews

  • HGT
    2018-10-20 05:26

    Eine recht umfangreiche Betrachtung von geo- und nationalpolitischer Lage, ökonomischen Zusammenhängen, die die Entwicklung der amerikanischen Situation zur Revolution beeinflussten. Der Autor geht weit über die üblichen Narrative des amerikanischen Patriotismus und der Schöpfermythen hinaus und unterzieht diese einer kritischen Betrachtung.

  • Wolfgang Franz
    2018-11-01 07:10

    es spiegelt die Geschichte in der Vorbereitung der Revolution wieder. Ich bin begeistert und möchte Amazon danken für diese großartige Literatur. Danke und fünf Sterne.

  • Amazon Kunde
    2018-11-07 05:23

    Da Buch zeichnet die im Unabhängigkeitskrieg gipfelnde Amerikanische Revolution, ihre geistigen Grundlagen und historische Vorgschichte und die ihr nachlaufenden Entwicklungen nach.Selbst für bereits mit dem Thema vertraute Leser bietet es noch neue Aspekte und Einblicke.

  • harry flanagan
    2018-10-24 12:36

    Ich bin Amerikaner,der Historiker ist Deutscher. Die Perspektive ist ein bisschen anders. Die Forschung ist ausgezeichnet, und dieses Buch ist sehr gut geschrieben Es erzaehlt ein sehr interessant, sehr wichtige Geschichte. Ich empfehle dieses Buch

  • Benjamin
    2018-11-15 07:29

    Michael Hochgeschwender hat mit dieser Darstellung der amerikanischen Revolutionszeit eine Lücke auf dem deutschen Buchmarkt geschlossen. Sicherlich, es gibt einige brauchbare knappe Einführungen sowie Hermann Wellenreuthers umfangreiche Darstellung, aber dazwischen findet sich fast nichts in deutscher Sprache zu diesem Thema (auf dem englischen Buchmarkt sieht es freilich vollkommen anders aus). Hochgeschwender, ein Experte für amerikanische Kulturgeschichte, breitet zunächst die Vorgeschichte aus und führt den deutschen Leser in den für ihn in aller Regel wenig vertrauten Epoche amerikanischer Geschichte ein. Sozial- und Wirtschaftsstruktur sowie verfassungsrechtliche Aspekte werden gut verständlich dargestellt. Daran schließt sich die Schilderung der Entwicklung an, die schließlich zum Bruch der Kolonien mit England führte, die Darstellung des Kriegsverlaufs und kulturgeschichtliche Aspekte an (Stellung der Frauen und schwarzen Sklaven, die Loyalisten und Alltagsgeschichte). Den Abschluss bildet ein Ausblick auf die noch keineswegs vollständig entwickelte staatliche Struktur der USA im frühen 19. Jahrhundert.Hochgeschwenders Stil ist flüssig, vor allem aber versteht er es, teils sehr komplizierte Sachverhalte (wie die politische Stellung der Whigs und der Tories, die keineswegs geschlossene Gruppen darstellten) aufzubrechen und gut verständlich darzustellen. Der deutsche Leser (der die magistralen englischsprachigen Gesamtdarstellungen nicht immer kennen wird) wird zudem mit einigen überraschenden Sachverhalten konfrontiert. So war es 1775 für die Mehrheit der politischen Eliten in den Kolonien keineswegs das Ziel, die vollständige Unabhängigkeit zu erlangen: Vielmehr wollten sie eine Gleichberechtigung erlangen und lokale Angelegenheiten ohne Einmischung des englischen Parlaments lösen. Der Gegner war denn zu Beginn auch das Parlament in London, während nicht wenige Mitglieder der amerikanischen Elite durchaus loyal zum König standen, den sie nur für schlecht beraten hielten. Erst als Georg III. den Parlamentsbeschlüssen Rückendeckung gab und die Royal Navy (die nicht dem Parlament unterstand, sondern ihrem ganzen Habitus nach eben die königliche Marine war) amerikanische Schiffe systematisch aufbrachte, drehte der Wind endgültig.Hochgeschwender zeigt bei der Schilderung des Kriegsverlaufs auf, wie oft Einzelentscheidungen der Befehlshaber den Lauf der Geschichte prägten: Sei es, dass englische Generäle nach einem Sieg teils nicht ganz verständlich darauf verzichteten, die sich zurückziehenden "Rebellen" zu vernichten, oder dass sie zu lange abwarteten und damit das Heft des Handelns aus der Hand gaben. Es wird auch geschildert, wie der Krieg teils ein veritabler Bürgerkrieg war, zwischen Rebellen und Loyalisten (die eine bedeutende Minderheit darstellten); die Kampfhandlungen mögen verglichen mit vorhergehenden und speziell späteren Konflikten weniger verlustreich gewesen sein, unblutig und ohne Gräueltaten auf beiden Seiten verlief der Krieg nicht. Entscheidend war am Ende das Eingreifen des absolutistischen Frankreichs in den Krieg, um alte Rechnungen mit Großbritannien zu begleichen. Ohne die französische Unterstützung wäre die Revolution wohl am Ende gescheitert - wobei das ohnehin verschuldete Frankreich durch die Kosten endgültig in den Bankrott schlitterte, was mit ein Auslöser der späteren französischen Revolution war.Hochgeschwenders Darstellung ist wirklich gelungen - mein einziger Kritikpunkt ist, dass man m. E. den Kriegsverlauf durchaus etwas detaillierter hätte darstellen können. Das ändert aber nichts daran, dass man dieses Buch jedem ans Herz legen kann, den die Entstehung der USA (samt Hinterfragung der Gründungsmythen) interessiert - die spätere Entwicklung der heute einzigen Supermacht lässt sich zu einem guten Teil nur so erklären.

  • Lieber Leser
    2018-10-28 13:08

    Die Tea Party Bewegung in den USA, Filme wie "Der Patriot", weitgehend vergessenes Schulwissen und immer mal wieder aufgeschnappte Fakten bilden wohl für viele nicht nur die Grundlage, sondern sind das Wissen um die amerikanische Revolution. Gute Amerikaner auf der einen Seite und böse Briten auf der anderen Seite beherrschen das Bild, dazwischen Indianer und Franzosen die auch gleich noch nach Hause geschickt werden.Michael Hochgeschwender verschafft nicht nur einen größeren und tieferen Einblick, sondern auch ein weit differenzierteres Bild der Vorgänge um die Unabhängigkeit Amerikas. Das die keineswegs unumstritten in den Kolonien war mag die erste Überraschung sein die der Autor bereithält. Ausgehend von den Jahrzehnten vor der Revolution zeigt der Autor ein Bild der politischen, kulturellen und soziologischen Verhältnisse im Amerika. Der Konflikt zwischen Briten und Franzosen auf dem neuen Kontinent wird aufgearbeitet und der weg in die Revolution nachgezeichnet. Die verschiedenen Kolonien hatten sehr unterschiedliche politische Auffassungen, begründet in ihrem Rechtsstatus und ihren wirtschaftlichen Interessen. Daher war die Forderung nach Unabhängigkeit eine sehr radikale und zunächst nur von einer Minderheit getragene Vorstellung. Was Freiheit und Gleichheit, wessen Freiheit und Gleichheit, die amerikanische Verfassung meint, was das Streben nach Glück dort zu suchen hat arbeitet der Autor heraus. Die politischen Verhältnisse im Mutterland spielten natürlich eine entscheidende Rolle. Entsprechen nehmen auch diese viel Seiten des Buches ein.Alle namhaften politischen Akteure auf beiden Seiten des Atlantiks und die Rolle die sie spielten werden dargelegt. Wirtschaftliche Interessen, die Sklavenfrage, grundlegende politische Strukturen, europäische Machtpolitik etc. werden beleuchtet. Diese umfassende Schau verliert sich für meinen Geschmack zuweilen in Details, die dann den Blick für größere Zusammenhänge verstellen. Möglicherweise ist das Buch für einen Einsteiger in die Materie also nicht die beste Wahl. Gepaart mit wenig bis gar nicht erläuterten Begriffen aus der Politik der damaligen Zeit, z.B. Bezeichnungen für bestimmte politische Strömungen und was sie unterschied, machen die Lektüre zeitweilig unnötig schwer.Details zu Militär und Schlachten, die Rolle der Kontinentalarmee und Marine usw. dürfen naturgemäß nicht fehlen. Auch hier räumt der Autor mit vielen falschen Vorstellungen auf. Details zu Schlachten in historischen Abhandlungen sind ja gerne Anlass zur Kritik und vielen fachkundigen Lesern scheinen nie genug Details dieser Art beschrieben zu werden. Mir waren die Details im vorliegenden Band bereits zu viel. Mir hätten größere Bezüge und eine gerafftere Darstellungen voll auf genügt. So fand ich einiges eher ermüdend und letztlich für das große Ganze zu umfangreich.Die Konsolidierung des erreichten, die Jahrzehnte nach der Unabhängigkeitserklärung, die Etablierung eines amerikanischen Patriotismus, kurz der lange Weg zu einem richtigen Staatswesen und dem Empfinden der Bevölkerung Amerikaner zu sein, ist Teil der Darstellung.Insgesamt ein lehrreiches, in die Tiefe gehendes und alle Aspekte des Konflikts und dessen Folgen abhandelndes Werk. Die innerstaatlichen Konfliktlinien die auch heute noch in den USA aufscheinen, Bundesstaaten vs. Zentralregierung, Rassismus und Einwanderung, Religion und Fortschritt, Individualismus und Gemeinschaft, werden durch den historischen Kontext verständlicher. Der Text hält einige Überraschungen bereit, und ist dann auch spannend. Einige politische und militärische Details hätten aber gerne knapper sein dürfen.