Read Nach der Endlichkeit (TransPositionen) by Quentin Meillassoux Online

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An der Wurzel des modernen Denkens liegt die Frage nach der Beschr nkung der universalistischen Anspr che der menschlichen Vernunft Seit Kant wacht ein universelles, transzendental genanntes Subjekt ber die Notwendigkeit der Naturgesetze und weist die Kontingenz der empirischen Erfahrung zu Quentin Meillassoux entwickelt in diesem, seinem ersten Buch ein anderes Verst ndnis der Kritik, das grundlegend verschieden ist von der Lesart, mit der die Moderne sich ausgehend von Kant zufriedengibt Er weist nach, dass nur eines absolut notwendig ist, n mlich die Kontingenz der Naturgesetze selbst Diese ganz neuartige Verkn pfung der einander entgegengesetzten Modalit ten Notwendigkeit und Kontingenz versetzt das Denken in einen Bezug zur Welt, an dem sowohl die klassische Metaphysik als auch die kritische Trennung von Empirischem und Transzendentalem zerbrechen....

Title : Nach der Endlichkeit (TransPositionen)
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ISBN : 9783037348475
ISBN13 : 978-3037348475
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : Diaphanes Auflage Neuauflage 7 Oktober 2014
Number of Pages : 176 Seiten
File Size : 898 KB
Status : Available For Download
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Nach der Endlichkeit (TransPositionen) Reviews

  • Blaupause
    2019-03-18 14:40

    Eines der oder vllt sogar das Kernstück der spannenden und sehr aktuellen Realismusdebatten, die zumeist unter dem Titel "Spekulativer Realismus" oder "Neuer Realismus" (u.a. Gabriel, Ferraris) geführt werden. Zentrum des Essay ist vor allem die Kritik am sog. Korrelationismus, d.h. Erkenntniskonzepte, die von einer Untrennbarkeit von Subjekt und Objekt ausgehen. Ausgangspunkt der Kritik bildet die sog. Antinomie der Anzestralität, d.h. die Frage, wie Erkenntnisse von Datierungswissenschaften in Bezug auf Korrelationismus sinnvoll zu denken sind, wenn sie sich auf eine Zeit beziehen, in der so etwas wie ein Subjekt gar nicht existiert hat. Ein zunächst scheinbar banales Problem, dass sich jedoch als höchst hartnäckig erweist.Meillassoux versucht mit einen Rückbezug auf die Ansprüche Descartes ein Denken des Absoluten zu entfalten, das dem "korrelationistischem Zirkel" entkommt und das vor allem ohne Metaphyik auskommt (wie z.B.Gott bei Descartes), die von der Grundannahme des "Satzes vom Grunde" geprägt sei. Vielmehr wendet sich Meillassoux u.a. gegen den s.E. im Korrelationismus eingeschreibenen "Fideismus" (Trennung von Glaube und Vernunft), der zwar Dogmatismes unterminiert, dem Obskuratismus jedoch in die Hände spielt. Meillassoux stellt dem Prinzip einer wie auch immer gearteten Notwendigkeit (Satz vom Grund) ein Prinzp der reinen Kontingenz (Satz vom Grundlosen) entgegen, das er mit einer aufregenden Auslegung von "Humes Problem" von aleatorischer Zufälligkeit und Beliebigkeit abgrenzt..... Soweit in grob....Fünf Sterne hat der Essay allein schon deshalb verdient, da er trotz seiner hohen Komplexität mit einer dieser angenehm entgegenwirkenden Klarheit verfasst ist - egal wie man zu der Argumentation Meillassouxs nun nach der Lektüre stehen mag. Für diejenigen, die sich für die aktuellen Realismusdebatten interessieren, bildest das Werk einen idealen Einstieg.

  • jri
    2019-03-04 13:43

    Der Inhalt des Buches wird nicht den heutigen begrifflichen Präzisionsstandards für Aussagen über Notwendigkeit oder Kontingenz gerecht. Die Argumentationsschritte sind abenteuerlich und nicht nachvollziehbar. Voraussetzungen und Problemstellungen (z.B. das sogenannte "Problem der Anzestralität") sind überwunden geglaubte Ladenhüter der Bewusstseinsmetaphysik, Resultate ("Notwendigkeit der Kontingenz") sind aus der Luft gegriffene, verschwurbelte Unsinnsformeln. Schade um die vergeudete Zeit.