Read Schlumpf Erwin Mord: Wachtmeister Studers erster Fall by Friedrich Glauser Online

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Friedrich Glauser Schlumpf Erwin Mord Wachtmeister Studers erster Fall Edition Holzinger Taschenbuch Berliner Ausgabe, 2016 Durchgesehener Neusatz bearbeitet und eingerichtet von Michael Holzinger Erstdruck in Z rcher Illustrierte vom 24.7 bis zum 2.10.1936 Erste Buchausgabe Dezember 1936 im Morgarten Verlag, Z rich Herausgeber der Reihe Michael Holzinger Reihengestaltung Viktor Harvion Umschlaggestaltung unter Verwendung des Bildes Heinrich Gretler als Wachtmeister Studer im gleichnamigen Film aus dem Jahre 1939 Foto Emil Berna Praesens Film AG CC BY SA 4.0 Quelle Hier leicht farbver ndert wiedergegeben Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt....

Title : Schlumpf Erwin Mord: Wachtmeister Studers erster Fall
Author :
Rating :
ISBN : 1537471546
ISBN13 : 978-1537471549
Format Type : Other Book
Language : Deutsch
Publisher : CreateSpace Independent Publishing Platform 4 September 2016
Number of Pages : 146 Seiten
File Size : 767 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Schlumpf Erwin Mord: Wachtmeister Studers erster Fall Reviews

  • aus-erlesen
    2019-02-12 03:37

    Der Kaufmann Witschi ist ermordet worden. Und dreihundert Franken hat man ihm gestohlen. Verdächtig ist Erwin Schlumpf. Einer zu dem das Verbrechen passt. Gelegenheitsarbeiten wechselten sich mit Gefängnisaufenthalten ab. Und außerdem hat er kurz nach dem Mord im „Bären“ einhundert Franken gewechselt. In seiner Tasche befanden sich noch mehr als 280 Franken. Klar, dass er es war. Außerdem war mit Sonja liiert. Die ist die Tochter des Opfers. Alles sonnenklar: Der war’s!Nur einer zweifelt. Wachtmeister Studer von der Kantonspolizei Bern. Der gemütliche Bulle mit dem analysierenden Stigma hat ihn als Erster vernommen. Irgendwie scheinen die Ausführungen des Delinquenten plausibel. Die Handlungen Schlumpfs nicht. Als er befragt werden soll, haut er ab. Spricht nicht gerade für jemanden, der unschuldig ist. Nun liegt er da, schnappt nach Luft – nach einem Selbstmordversuch nicht Ungewöhnliches. Studer hält ihm Händchen, versucht Informationen aus ihm herauszubekommen.Den Untersuchungsrichter hat Studer schon fast auf seine Seite gezogen. Der ist mittlerweile auch nicht mehr hundertprozentig von Schlumpfs Schuld überzeugt. Witschi lag kopfüber im Dreck. Auf den Tatortfotos sieht man keinen einzigen Krümel auf dem Rücken des Opfers. Seine Taschen waren leer. Da stimmt was nicht! Und warum sollte der Täter, also Erwin Schlumpf, das Opfer, Witschi, anhalten, in den Wald scheuchen, ausrauben und ihn dann hinterrücks erschießen?Als dann auch noch Cottereau vermisst wird, kommt Schwung in den Fall. Cottereau war es, der den Toten entdeckt hat. Studer bekommt Hilfe, von Kommissar Zufall. Er entdeckt Cottereau. Doch der hält lieber sein Maul als dem Fahnder zu helfen. Auch das Verhalten Sonjas kommt Studer komisch vor…Studer ist einer, der sich einmischt. Einer, der sich nichts vormachen lässt und einer, der sich nur einer Sache verpflichtet fühlt: Der Gerechtigkeit. Wer ihm nichts sagen will, ist zwar nicht automatisch verdächtig, doch bekommt er eine Sonderbehandlung. Diskret versteht sich. Studer ist ein Meister der Beobachtung. Die Lebenserfahrung hilft ihm die Dinge ins rechte Licht zu rücken.Friedrich Glauser führte selbst ein unstetes Leben, arbeitete in vielen Berufen an verschiedenen Orten, war morphiumsüchtig. Seinem Kommissar Studer kommen diese Erfahrungen zugute. Der Leser wird augenblicklich zum Komplizen des Ermittlers und rätselt Kapitel für Kapitel mit dem träge wirkenden Studer, um letztendlich durch Beharrlichkeit und Kombinationsgabe den wahren Täter zu ermitteln.

  • emeran
    2019-02-18 06:39

    Mich hat dieses Hörbuch schlichtweg begeistert; Ein großartiger Roman in großartiger Lesung. Der Sprecher, Martin Wehrmann, dem man stets anmerkt, dass er große Freude an seiner Arbeit hat, findet für diesen Roman einen eigenen, ungewöhnlichen Ton, der das Buch aus der Masse der Krimi-Lesungen heraushebt. Die gesamte Erzählweise zielt darauf ab, den Charakter des "Helden", Wachtmeister Studer, plastisch werden zu lassen - und das gelingt wunderbar. Ich hatte schon nach einer halben Stunde das Gefühl, Wachtmeister Studer sei ein alter Freund von mir, dessen Wesen - mit all seinen Widersprüchen - ich von Grund auf kenne.Zum Buch an sich muss man nicht viel sagen; es ist ja längst eine Legende - zu Recht. Die Sprache ist präzise, reich und ironisch, die Figuren interessant und, glaubwürdig. Anders als die Masse der heutigen Krimis kann man dieses Buch durchaus mehrfach lesen, weil es seine Qualitäten behält, auch wenn man die Auflösung des "Falles" schon kennt.Ich hoffe sehr, dass sich dieses Hörbuch gut verkauft, und dass Martin Wehrmann dann auch einige andere Glauser-Romane "einliest". Ich würde sie jedenfalls alle kaufen.

  • weiser111
    2019-02-18 03:48

    Der schon etwas heruntergekommene Handelsvertreter Wendelin Witschi wird in der Nähe seines Heimatdorfes Gerzenstein erschossen aufgefunden, ausgeraubt hat man ihn anscheinend auch. Einen Tag später wird der vorbestrafte Hilfsarbeiter Erwin Schlumpf mit viel Geld aufgegriffen -- der Fall scheint klar. Und nachdem Schlumpf noch in seiner Zelle einen Selbstmordversuch unternimmt und nur dank Studers Intuition gerettet wird, scheint der Fall noch klarer... Aber nicht für den Wachtmeister Studer, denn der glaubt Schlumpfs Unschuldsbeteuerungen, und er macht sich auf den Weg nach Gerzenstein, aufs Land.Gerzenstein ist in Studers Wahrnehmung ein Ort der Ladenschilder und Lautsprecher, im übertragenen ebenso wie im wörtlichen Sinn. Hinter die Fassaden zu schauen ist gar nicht so einfach... Bald findet er kleine Indizien, die seine Intuition bestätigen, und er trifft auch alte Bekannte wieder, von denen er einige vor Jahren mal verhaftet hat... Und er erfährt von seltsamen Zusammenhängen, wie sie auf dem Land so unüblich nicht sind; die Tochter des Ermordeten ist mit dem Verdächtigen verlobt, der Gemeindepräsident ist ihr Onkel -- und welche Rolle der Baumschulenbesitzer Ellenberger bei dem ganzen spielt, bleibt auch noch zu klären.Und während Studer -- oft vergebens -- versucht, von den verschlossenen Dorfbewohnern etwas zu erfahren, erinnert er sich an die Erfahrung eines Pariser Kollegen: Lieber zehn Mordfälle in der Stadt als einer auf dem Land [...] Da hängen die Leute wie die Kletten aneinander, jeder hat etwas zu verbergen... Du erfährst nichts, gar nichts."Aber Studer ist zäh; kein strahlender Superdetektiv, sondern ein unermüdlicher Wühler, nur scheinbar schwerfällig, der sich so schnell nicht abfertigen lässt; einer, der weiß, wie er die Leute zu nehmen hat, der mit dem zögerlichen Untersuchungsrichter genauso gut umzugehen weiß wie mit einem entlassenen Sträfling, der ihn mit "Eh, der Studer!" begrüßt. Er hat durchaus Sinn für die Komik, die sich in einer tragischen Situation verbergen kann -- und er ist einer, der mitfühlt mit den Menschen und in ihr Seelenleben förmlich hineinkriecht. "Schlumpf Erwin Mord" ist auf eine ganz unspektakuläre Weise fesselnd; der Roman bezieht seine Spannung nicht aus wildem Aktionismus, sondern aus dem Kontrast zwischen der ländlichen Schweiz der 30er Jahre und der authentischen Schilderung ihrer Bewohner einerseits, und Studers Reflexion andererseits. Es dürfte kaum ein stimmigeres und überzeugenderes Sittengemälde der ländlichen Schweiz geben, und schon gar keines, das gleichermaßen stilistisch überzeugen würde. -- Ein Krimi der Referenzklasse eben, hervorragend geschrieben, mit viel Charme und dem gewissen Etwas.Wie sehr manch ein übereifriger Lektor sich in Friedrich Glausers Werk eingemischt hat, erkennt man bereits am Buchtitel; der vorliegende Krimi ist nämlich besser bekannt unter dem (nicht von Glauser stammenden) Titel "Wachtmeister Studer" und gehört zur vorbildlich edierten Glauser-Werkausgabe des Limnat-Verlags (bzw. als Taschenbuch beim Union-Verlag).Der ursprünglich von Glauser vorgesehene Titel, "Schlumpf Erwin Mord", wurde hier wieder in Amt und Würden gesetzt. Und auch sonst hat man es sich nicht einfach gemacht bei dieser Edition: Glauser gehört zu jenen Autoren, deren mehr als abenteuerliches Leben sich auch in ihrer Veröffentlichungsgeschichte widerspiegelt, und dementsprechend existieren auch viele voneinander abweichende Textfassungen. Damit ist dieser Band auch für diejenigen Leser interessant, die den Krimi selber bereits kennen. Der Anmerkungsapparat und das Nachwort von Walter Obschlager sind aufschlussreich und erhellen nicht nur Handlungszusammenhänge oder erläutern Anspielungen auf zeitgenössische Geschehnisse, sondern liefern auch viel Hintergrundinformation zu Glausers Leben und Werk.